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Enerige & Management > Stromnetz - Supercomputer berechnet Netzausbau
Bild: JWS / Fotolia
STROMNETZ:
Supercomputer berechnet Netzausbau
Das Forschungszentrum Jülich hat gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet ein IT-System entwickelt, das neue Erkenntnisse für Netzplanung und -betrieb liefert.
 
Künftig kann Tennet auf ein hybrides Rechnersystem zurückgreifen, das viel schneller und umfassender die Lastflüsse im Netz simulieren und berechnen kann, als dies bisher mit herkömmlichen Servern möglich war. Dabei geht es um die optimale Anpassung und Auslegung neuer Leitungen, um Netzausbaukosten senken und vermeiden zu können.

Nach Ansicht der Bundesnetzagentur lassen sich die Kosten für die Netzstabilisierung – 2017 fielen hierfür nach Angaben der Behörde rund 1,4 Mrd. Euro an – langfristig nur durch einen Ausbau des Netzes senken.

Mit den neuen IT-Ressourcen will Tennet eine Simulation und Optimierung der Lastflüsse im gesamten Netz über ein ganzes Jahr hinweg betrachten. Experten des Jülich Supercomputing Centre (JSC) haben in dreijähriger Entwicklungsarbeit das sogenannte „Smart Perfomance Cluster“ für den Übertragungsnetzbetreiber entwickelt.

„Mit dem neu entwickelten System sind wir in der Lage, zahlreiche Berechnungen parallel auszuführen“, erklärt Stefan Schuh. Dadurch bleibe mehr Zeit, die Berechnungsergebnisse in weiteren Dimensionen zu analysieren, so der Projektleiter bei Tennet. Zudem seien manche Berechnungen überhaupt erst durch die Einführung des neuen Systems möglich geworden.
 

Fritz Wilhelm
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Dienstag, 31.07.2018, 15:10 Uhr

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