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Enerige & Management > Effizienz - Sunfire-Brennstoffzelle ersetzt Ölheizungen
Bild: Andrei Merkulov / Fotolia
EFFIZIENZ:
Sunfire-Brennstoffzelle ersetzt Ölheizungen
Die Sunfire GmbH hat die erste Brennstoffzelle für die Gebäudeenergieversorgung vorgestellt, die auch mit Flüssiggas betrieben werden kann.
 
Für Ein- sowie Mehrfamilienhäuser, die auf eine effizientere und klimaschonendere Wärmeversorgung umgerüstet werden sollen, gibt es eine weitere Technologieoption: ein neues Mini-KWK-System auf Brennstoffzellenbasis, das mit Flüssiggas (LPG) oder auch Erdgas betrieben werden kann und hocheffizient Wärme sowie Strom für die Versorgung der Gebäude liefert.

Brennstoffzellen gelten als eine der effizientesten marktreifen Energieumwandlungstechnologien. Bislang werden sie üblicherweise mit Erdgas betrieben

Mit bis zu 0,75 kW elektrischer und 1,25 kW thermischer Leistung decke die neue „Sunfire Home“ zuverlässig den Grundlastbedarf eines normalen Einfamilienhauses ab, sagte Andreas Frömmel, Geschäftsführer der Sunfire Fuel Cells GmbH, bei der Präsentation des neuen Gerätes in Berlin. Für den Spitzenbedarf an Wärme könne die Brennstoffzelle mit einem vorhandenen oder neuen Brennwertkessel kombiniert werden. Darüber hinaus sei sie auch kombinierbar mit Batteriespeichern, Solaranlagen und Wärmepumpen.

Den Preis gibt das Unternehmen mit rund 20.000 Euro für die Brennstoffzelle allein und etwa 30.000 bis 35.000 Euro für ein Gesamtsystem mit Spitzenlastkessel an.
Die neue Festoxid-Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC) wurde auf Basis eines von Vaillant vor Jahren entwickelten, dann aber aufgegebenen Hausenergiesystems konzipiert und zur Marktreife gebracht. Sunfire hatte das Brennstoffzellensystem von Vaillant übernommen.

Umfangreiche Förderprogramme für Brennstoffzellen

„Wir machen dann weiter, wenn andere aufhören“, unterstrich Sunfire-CEO Carl Berninghausen, dass Technologieentwicklung ein langwieriges Geschäft ist. Die Hochtemperaturtechnik sei flexibel und komme auch mit sich verändernden Gasqualitäten klar.

Das Unternehmen will mit der Sunfire Home vor allem Eigentümer von Gebäuden ansprechen, die nicht an das Gasnetz angeschlossen sind und deshalb bislang keine Möglichkeit hatten, effiziente Brennstoffzellensysteme zu nutzen. Mit dem neuen Sunfire-Gerät und Flüssiggas, das wie Heizöl in Spezialtanks gelagert werden kann, haben sie nun die Möglichkeit, auch diese KWK-Technik zu nutzen, erläuterte Frömmel.

„Immer mehr Immobilienbesitzer in Deutschland möchten sich umweltschonender und effizienter mit Energie versorgen“, so der Geschäftsführer. Auch im Hinblick auf das geplante Verbot von Ölheizungen biete die Sunfire-Brennstoffzelle eine neue Alternative. Außerdem sei sie zukunftsfähig, weil sie auch mit erneuerbarem Wasserstoff betrieben werden könne.

Hausbesitzer, die sich für die Sunfire-Brennstoffzelle entscheiden, können lukrative Förderprogramme der KfW und der Bafa in Anspruch nehmen. Die Entwicklung der Sunfire Home wurde darüber hinaus im Rahmen des EU-Markteinführungsprogramms Pace unterstützt.

Die im Jahr 2010 gegründete Sunfire GmbH mit Sitz in Dresden entwickelt und produziert Hochtemperatur-Elektrolyseure und Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 140 Mitarbeiter.
 

Peter Focht
Redakteur
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Donnerstag, 30.01.2020, 14:54 Uhr

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