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Enerige & Management > Stromnetz - Südostlink erreicht weiteren Meilenstein
80 Tonnen am Haken: Im Regenburger Hafen werden zur Zeit die Südostlink-Kabeltrommeln verladen, Quelle: E&M / Drewnitzky
STROMNETZ:
Südostlink erreicht weiteren Meilenstein
Weiterer wichtiger Schritt beim Südostlink-Projekt: 50 Hertz hat die Antragsunterlagen für die Errichtung des Konverters in Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) eingereicht.
 
Der Bau des Konverters in Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) am nördlichen Ende der Gleichstromverbindung Südostlink wurde vom Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz beim Landkreis Börde beantragt. Der ist für die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zuständig.

Zahlreiche Träger öffentlicher Belange haben sich bereits im Rahmen eines Scoping-Termins mit dem Antragsinhalt vertraut gemacht und erhalten nun die vollständigen Antragsunterlagen zur fachlichen Stellungnahme, wie es in einer Mitteilung von 50 Hertz heißt. Der Antrag beschreibt die technischen Anlagen zur Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom, die im Westen des Umspannwerks Wolmirstedt errichtet werden sollen.

Zudem enthalten die Unterlagen auch eine detaillierte Planung zur Einpassung des Konverters ins Landschaftsbild, die auch als Maßnahmen zum naturschutzfachlichen Ausgleich gelten. Die umgebenden Flächen mit Büschen, Gehölzen und Blühstreifen werden nach Angaben von 50 Hertz so groß sein wie der Konverter selbst. Eine Genehmigung für die Anlage könnte nach Einschätzung des Unternehmens bereits zum Ende des Jahres vorliegen.

Sozusagen am anderen Ende des Südostlink laufen die Vorbereitungen ebenfalls auf Hochtouren: Im Regensburger Hafen werden derzeit die in Frankreich gefertigten Erdkabel für das Projekt deponiert. Sie liegen dann schon für den für 2023 geplanten Baustart bereit. Der Südostlink soll 2.000 MW Windkraftstrom aus dem Norden und Osten der Republik nach Bayern bringen, genauer gesagt nach Ohu bei Landshut, wo noch bis Ende des Jahres das Kernkraftwerk Isar Strom ins Netz einspeist. Die Inbetriebnahme der 540 Kilometer langen Erdkabelverbindung ist für 2027 vorgesehen.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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