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Enerige & Management > Marktkommentar - Strompreis steigt mit wenig Wind, Gas und CO2 zeigen sich stabil
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MARKTKOMMENTAR:
Strompreis steigt mit wenig Wind, Gas und CO2 zeigen sich stabil
Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
 
STROM: Uneinheitlich hat sich am Montag der deutsche OTC-Strommarkt gezeigt. Der Day-ahead wurde im Base mit 77,00 Euro je MWh angegeben, für den Peak mussten 75 Euro entrichtet werden. Am Freitag war der Montag mit 74 Euro je MWh in der Grundlast und 78 Euro in der Spitzenlast gesehen worden. Zurückzuführen sind die hohen Preise am Spot auf die geringe Einspeisung aus Solar- und Windkraftanlagen für den Montag und den Dienstag.

Danach soll die Einspeisung laut den Meteorologen von Eurowind deutlich zunehmen und am Donnerstag rund 38.000 MW im Base erreichen. Damit ist aber bereits das Maximum erreicht. An den Folgetagen bläst der Wind wieder unterdurchschnittlich schwach und die kühle Witterung setzt sich fort. Die Preise am kurzen Ende des Strommarktes bleiben mithin hoch.

Am langen Ende verlor das Cal 22 bis zum frühen Nachmittag 0,05 Euro auf 57,75 Euro. Marktteilnehmer schreiben dies dem gemischten Umfeld zu. So belaste die Nominierung von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen leicht die Kohlepreise, während die EUAs etwas profitieren konnten.

CO2: Etwas fester hat sich am Montagnachmittag der Emissionsmarkt gezeigt. Der Dec-21-Kontrakt gewann bis 14.20 Uhr 0,36 auf 44,78 Euro je Tonne, umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 12 Mio. Zertifikate. Am Vormittag waren 4,902 Mio. Zertifikate zum Preis von 44,66 Euro je Tonne zugeschlagen worden. Die Cover Ratio betrug 1,49.

ERDGAS: Fest haben sich am Dienstag auch die nordwesteuropäischen Gasmärkte gezeigt. Marktbeobachter verwiesen auf die Fortdauer der kühlen und windarmen Witterung bis in den Mai hinein. Zudem sind die LNG-Preise in Asien angezogen, wodurch möglicherweise weniger LNG nach Europa kommt.

Am niederländischen TTF, dem kontinentaleuropäischen Leitmarkt, gewann der Day-ahead bis 15.00 Uhr 0,48 auf 21,38 Euro je Megawattstunde. Der Frontmonat Mai legte 0,40 auf 21,01 Euro zu. Das Cal 22 erhöhte sich um 0,25 auf 18,85 Euro. Am deutschen NCG verbesserte sich der Mai um 0,62 auf 21,35 Euro.
 

Claus-Detlef Großmann
© 2021 Energie & Management GmbH
Montag, 19.04.2021, 17:12 Uhr

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