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Enerige & Management > F&E - Start der Bau­ar­bei­ten für den For­schungs­park Win­d­ener­gie
Bild: DLR
F&E:
Start der Bau­ar­bei­ten für den For­schungs­park Win­d­ener­gie
Mit dem Forschungspark "Windenergie Krummendeich" errichtet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in den nächsten Monaten eine in dieser Form einzigartige Forschungsanlage.
 
Der Forschungspark Windenergie Krummendeich soll entscheidend dazu beitragen, dass Windenergie noch effizienter, kostengünstiger und leiser wird. Die Anlage entsteht in der niedersächsischen Samtgemeinde Nordkehdingen im Landkreis Stade zwischen den Gemeinden Krummendeich, Oederquart und Freiburg (Elbe).

Die Bauarbeiten für den Forschungspark sind bereits im Frühjahr gestartet. Bis Ende des Jahres sollen die Zuwegungen, Aufstellflächen und Fundamente sowie Kabeltrassen für den Stromanschluss an das Umspannwerk des Energieversorgers EWE fertiggestellt sein. Für das erste Halbjahr 2022 sind der Aufbau der Windenergieanlagen, Messmasten und Leitwarte geplant. Im zweiten Halbjahr sollen der Probebetrieb und die erste Einspeisung von Strom erfolgen.

Einmalige Möglichkeit: Forschen im Originalmaßstab

Der Forschungspark besteht aus zwei hochmodernen Windenergieanlagen mit einer Blattspitzenhöhe von rund 150 Metern. Sie stehen hintereinander und sind in die Hauptwindrichtung Westsüdwest ausgerichtet. Der von ihnen produzierte Strom wird ins Netz eingespeist. Eine weitere, etwas kleinere Windenergieanlage ist modular aufgebaut. Bei dieser dritten Anlage sollen sich je nach wissenschaftlicher Fragestellung die Komponenten austauschen, umbauen und optimieren lassen.

Zwischen den drei Windenergieanlagen befinden sich insgesamt fünf Messmasten, die mit einer Vielzahl an Sensoren ausgestattet sind. Alle Daten werden in der Leitwarte gesammelt und verarbeitet. Gleichzeitig sind dort eine Werkstatt, ein Labor und Büroräume untergebracht.

„Windkraft hat ein riesiges Potenzial, dass wir mithilfe des Forschungsparks Windenergie Krummendeich weiter erschließen wollen. In vielen Bereichen ist noch eine deutliche technologische Lernkurve möglich,“ beschreibt Jan Teßmer. Er leitet die Einrichtung Windenergieexperimente am DLR, die den Aufbau und Betrieb des Forschungsparks verantwortet. Ziel sei es, die Kosten für Strom aus Wind weiter deutlich zu senken.

Dazu arbeitet das DLR gemeinsam mit Partnern daran, effizientere Anlagen zu ermöglichen. Gleichzeitig soll diese neue Art von Windkraftanlagen auch die für die Stromnetze benötigte Flexibilität besser unterstützen. Leichtere und robustere Materialien, eine bessere Aerodynamik sowie eine intelligente Regelung und Steuerung sind dabei wesentliche Faktoren, um diese Technologie entscheidend voranzubringen. 
 

Peter Koller
Redakteur
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Donnerstag, 24.06.2021, 14:00 Uhr

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