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Enerige & Management > Wasserstoff - Standorte des Nationalen Wasserstoffzentrums stehen fest
Quelle: Shutterstock/Alexander Limbach
WASSERSTOFF:
Standorte des Nationalen Wasserstoffzentrums stehen fest
Die Städte Duisburg und Chemnitz, ein Konsortium in Norddeutschland sowie Pfeffenhausen (Bayern) haben den Zuschlag für den Aufbau eines Nationalen Wasserstoffzentrums bekommen.
 
15 deutsche Städte hatten sich um den Standort des Nationalen Wasserstoffzentrums beworben. Jetzt hat das Bundesverkehrsministerium seine Entscheidung bekannt gegeben. Teil des Nationalen Wasserstoffzentrums werden die niederbayerische Marktgemeinde Pfeffenhausen, die Städte Duisburg (Nordrhein-Westfalen) und Chemnitz (Sachsen) sowie ein Konsortium aus Norddeutschland. Das Nationale Wasserstoffzentrum soll mit seinen Standorten die notwendige Vorarbeit leisten, um Forschungserkenntnisse im Bereich Wasserstoff in die Praxis zu überführen. 

Eine erste Reaktion auf die Zuschläge kam aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium. Bayern hatte sich mit einem Wasserstoff-Technologie- und Anwendungszentrum (WTAZ) im 80 Kilometer nordöstlich von München gelegenen Pfeffenhausen beworben. Landes-Wirtschaftsminister Huber Aiwanger (Freie Wähler) sieht das für 2025 anvisierte WTAZ als "großen Gewinn" − sowohl für den Freistaat als auch für die beteiligten Landkreise Landshut, Ebersberg und München. 

Verschiedene Standorte - verschiedene Forschungsschwerpunkte

Die vier Standorte decken verschiedene Forschungsschwerpunkte ab – angefangen von der Mobilität bis hin zum Einsatz der Technologie in der Industrie. In Bayern etwa soll es um Anwendungsmöglichkeiten für Wasserstoff-Technologien insbesondere im Mobilitätssektor gehen. Das WTAZ soll unmittelbar angebunden sein an die bayerischen Automobilstandorte von Regensburg über Ingolstadt bis München. Aiwanger zeigte sich überzeugt davon, dass sich mit dem Know-how aus Pfeffenhausen die Transformation hin zu emissionsfreien Antriebstechnologien in Deutschland beschleunigen lässt. "Dies sichert Arbeitsplätze und hilft, die Klimaziele durch Technik statt durch Verbote zu erreichen", so der Politiker. 

​Das norddeutsche Konsortium dagegen setzt sich ein für Wasserstofftechnologien in der Luft- und Schifffahrt. Die Bundesländer Bremen, Hamburg und Niedersachsen haben den Zuschlag bekommen für ein gemeinsames Innovations- und Technologiezentrum (ITZ) Nord. Das Zentrum soll die klimafreundliche Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik in Deutschland voranbringen und besonders mittelständische Unternehmen und Start-ups unterstützen.

Das Bundesverkehrsministerium sieht für das Gesamtprojekt bis 2024 insgesamt einen Betrag von 290 Mio. Euro vor. Dieser wird auf die nun ausgewählten Standorte aufgeteilt. Weitere Gelder stellen die Länder bereit.
 

Davina Spohn
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Donnerstag, 02.09.2021, 16:00 Uhr

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