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Energie & Management > Regenerative - Städte-Index sieht urbane Nachhaltigkeit gefährdet
Quelle: Fotolia / vencav
Regenerative

Städte-Index sieht urbane Nachhaltigkeit gefährdet

Viele Großstädte der Welt werden ihre Nachhaltigkeitsziele bis zum Ende des Jahrzehntes wahrscheinlich nicht erreichen.
Darauf hat das Planungs- und Beratungsunternehmen Arcadis hingewiesen. Der von Arcadis entwickelte Nachhaltigkeitsindex für Städte zeige große Unterschiede bei der Erfüllung der UN-Ziele (SDG) für eine nachhaltige Entwicklung.

Die 17 SDGs wurden wurden 2012 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet und sollen bis 2030 erreicht werden. Sie umfassen Zielwerte in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Gleichberechtigung. Arcadis verfolgt die Umsetzung dieses Programms anhand von vier Indizes, die die Zielerreichung in den Bereichen Umwelt, Infrastruktur, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichem Fortschritt abbilden sollen. Untersucht wurden 100 Großstädte.

Im Umweltbereich, der auch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Dekarbonisierung umfasst, liegen die europäischen Metropolen nach den Untersuchungen von Arcadis unangefochten an der Spitze. Die 17 umweltfreundlichsten Städte liegen in Europa, gefolgt von Los Angeles auf Platz 18. An der Spitze stehen Oslo und Kopenhagen, die umweltfreundlichste der vier in den Index aufgenommenen deutschen Städte ist nach dem Arcadis-Ranking Berlin, auf den Plätzen 7, 8 und 9 folgen Frankfurt, München und Hamburg.

Die deutsche Energiewende sehe zwar einen schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien vor, ihr Erfolg hänge jedoch von der Stärkung der Übertragungsmöglichkeiten ab. Der Ausbau des Stromnetzes wiederrum treffe auf umweltpolitisch motivierten Widerstand.

Asiatische Metropolen eher am unteren Ende

Weltweit liegen die Städte in Brasilien, Kanada, Frankreich und in Skandinavien an der Spitze, wenn es um die Nutzung erneuerbarer Energien geht. Kinshasa deckt seinen Strombedarf zu 96 Prozent mit Wasserkraft. Dagegen rangieren die asiatischen Metropolen eher am unteren Ende, wenn es um den Einsatz grüner Energie, die Luftverschmutzung und andere Umweltfaktoren geht.

Die europäischen Großstädte hätten ihre Position an der Spitze des Rankings in den letzten zehn Jahren gefestigt und befänden sich alle im oberen Drittel des Gesamtindexes. Das sei auch auf das hohe Engagement zrückzuführen, das in diesen Städten auf den Einsatz erneuerbarer Energien verwendet werde. Allerdings gebe es große Unterschiede zwischen den untersuchten Städten.

Insgesamt sei der Nachholbedarf beim Einsatz der erneuerbaren Energien ebenso groß wie bei Maßnahmen zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels, beim Ausbau emissionsarmer Verkehrssysteme oder dem Zugang zu Dienstleistungen der Daseinsvorsorge. Um die SDGs bis 2030 doch noch zu erreichen, müssten die Anstrengungen in der verbleibenden Zeit verdoppelt werden.

Der vollständige Arcadis Sustainable Cities Index 2024 ist im Internet abrufbar.

Mittwoch, 12.06.2024, 15:10 Uhr
Tom Weingrtner
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Städte-Index sieht urbane Nachhaltigkeit gefährdet
Viele Großstädte der Welt werden ihre Nachhaltigkeitsziele bis zum Ende des Jahrzehntes wahrscheinlich nicht erreichen.
Darauf hat das Planungs- und Beratungsunternehmen Arcadis hingewiesen. Der von Arcadis entwickelte Nachhaltigkeitsindex für Städte zeige große Unterschiede bei der Erfüllung der UN-Ziele (SDG) für eine nachhaltige Entwicklung.

Die 17 SDGs wurden wurden 2012 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet und sollen bis 2030 erreicht werden. Sie umfassen Zielwerte in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Gleichberechtigung. Arcadis verfolgt die Umsetzung dieses Programms anhand von vier Indizes, die die Zielerreichung in den Bereichen Umwelt, Infrastruktur, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichem Fortschritt abbilden sollen. Untersucht wurden 100 Großstädte.

Im Umweltbereich, der auch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Dekarbonisierung umfasst, liegen die europäischen Metropolen nach den Untersuchungen von Arcadis unangefochten an der Spitze. Die 17 umweltfreundlichsten Städte liegen in Europa, gefolgt von Los Angeles auf Platz 18. An der Spitze stehen Oslo und Kopenhagen, die umweltfreundlichste der vier in den Index aufgenommenen deutschen Städte ist nach dem Arcadis-Ranking Berlin, auf den Plätzen 7, 8 und 9 folgen Frankfurt, München und Hamburg.

Die deutsche Energiewende sehe zwar einen schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien vor, ihr Erfolg hänge jedoch von der Stärkung der Übertragungsmöglichkeiten ab. Der Ausbau des Stromnetzes wiederrum treffe auf umweltpolitisch motivierten Widerstand.

Asiatische Metropolen eher am unteren Ende

Weltweit liegen die Städte in Brasilien, Kanada, Frankreich und in Skandinavien an der Spitze, wenn es um die Nutzung erneuerbarer Energien geht. Kinshasa deckt seinen Strombedarf zu 96 Prozent mit Wasserkraft. Dagegen rangieren die asiatischen Metropolen eher am unteren Ende, wenn es um den Einsatz grüner Energie, die Luftverschmutzung und andere Umweltfaktoren geht.

Die europäischen Großstädte hätten ihre Position an der Spitze des Rankings in den letzten zehn Jahren gefestigt und befänden sich alle im oberen Drittel des Gesamtindexes. Das sei auch auf das hohe Engagement zrückzuführen, das in diesen Städten auf den Einsatz erneuerbarer Energien verwendet werde. Allerdings gebe es große Unterschiede zwischen den untersuchten Städten.

Insgesamt sei der Nachholbedarf beim Einsatz der erneuerbaren Energien ebenso groß wie bei Maßnahmen zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels, beim Ausbau emissionsarmer Verkehrssysteme oder dem Zugang zu Dienstleistungen der Daseinsvorsorge. Um die SDGs bis 2030 doch noch zu erreichen, müssten die Anstrengungen in der verbleibenden Zeit verdoppelt werden.

Der vollständige Arcadis Sustainable Cities Index 2024 ist im Internet abrufbar.

Mittwoch, 12.06.2024, 15:10 Uhr
Tom Weingrtner

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