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Energie & Management > Stadtwerke - Stadtwerke Teterow wollen Glasfaser-Sparte loswerden
Quelle: Jonas Rosenberger
Stadtwerke

Stadtwerke Teterow wollen Glasfaser-Sparte loswerden

Die mit einer Ausfallbürgschaft gestützten Stadtwerke Teterow fahren einen Sparkurs, der eine jährlich wiederkehrende Schulden-Last nehmen soll. Zum Verkauf steht das Glasfasernetz.
Die Stadtwerke Teterow wollen sich schnellstens von ihren Verlustbringern trennen. Der Versorger aus der Mecklenburgischen Schweiz ist dafür auf der Suche nach Interessierten für das Glasfaser-Netz. Dieses habe zuletzt für ein jährliches Minus von 600.000 Euro gesorgt, so Stadtwerke-Chef Andreas Grindel auf Anfrage dieser Redaktion.

Grindel, eigentlich Leiter Technisches Management, ist seit gut einem Monat bei den Stadtwerken in dieser herausgehobenen Rolle tätig. Mit seinem Prokuristen-Kollegen Walter Bommer (Leiter Technischer Service) hat er übergangsweise die Leitung des kommunalen Unternehmens unternommen.

Dies war erforderlich, weil der Aufsichtsrat sich Anfang Juli 2026 vom Kurzzeit-Geschäftsführer Marc Fischer getrennt hatte. Er hatte das Ruder erst im Januar 2025 übernommen. Bommer und Grindel hatten die Stadtwerke bereits einmal interimsweise geführt, bevor Fischer ins Amt gekommen war. Die jüngste Trennung hat wohl auch damit zu tun, dass die Konsolidierung der Stadtwerke nicht im gewünschten Tempo voranschreitet.

Verlustgeschäfte kann Teterow sich offenbar nicht länger leisten. Wie berichtet, stützt die Kommune ihren Versorger mit einer modifizierten Ausfallbürgschaft bis zum Jahresende. Die darüber abgesicherten 1,6 Millionen Euro dienen den Stadtwerken zur Aufnahme eines Kredits in Höhe von 2 Millionen Euro.

Die Hoffnungen im Breitband-Geschäft haben sich nicht erfüllt, weil die Vertragsabschlüsse hinter den Erwartungen zurückblieben. Andreas Grindel spricht von etwa 1.000 Kundinnen und Kunden, die Kalkulation war von 2.500 ausgegangen. Der Interimschef sagt, man wolle sich möglichst bis Jahresende 2026 von der Sparte trennen. Damit erfolgt eine Fokussierung auf die angestammten Geschäftsfelder, Energie, Wärme und Wasser.

Denn Ende des laufenden Jahres soll auch mit einem weiteren defizitären Kind der Stadtwerke Schluss sein. Auf der Burgwallinsel im bei Auflüglern beliebten Teterower See betreibt der Versorger im Auftrag der Kommune eine Gaststätte. Auch die sei, so Grindel, ein Verlustgeschäft. Bis Ende August können Interessierte ihren Übernahmewunsch bekunden.

Und letztlich müssen die Stadtwerke Teterow auch ihre Einlage als Gesellschafter der insolventen Stadtwerke Laage abschreiben. 2011 hatten sie 25 Prozent am benachbarten Unternehmen erworben und dafür rund 180.000 Euro bezahlt. Als Laage klamm war, versuchte Teterow noch mit einem Teilerlass von Schulden zu helfen. Diese Gelder sind unwiederbringlich fort. (vs)

Montag, 10.08.2026, 13:36 Uhr
Volker Stephan
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Quelle: Jonas Rosenberger
Stadtwerke
Stadtwerke Teterow wollen Glasfaser-Sparte loswerden
Die mit einer Ausfallbürgschaft gestützten Stadtwerke Teterow fahren einen Sparkurs, der eine jährlich wiederkehrende Schulden-Last nehmen soll. Zum Verkauf steht das Glasfasernetz.
Die Stadtwerke Teterow wollen sich schnellstens von ihren Verlustbringern trennen. Der Versorger aus der Mecklenburgischen Schweiz ist dafür auf der Suche nach Interessierten für das Glasfaser-Netz. Dieses habe zuletzt für ein jährliches Minus von 600.000 Euro gesorgt, so Stadtwerke-Chef Andreas Grindel auf Anfrage dieser Redaktion.

Grindel, eigentlich Leiter Technisches Management, ist seit gut einem Monat bei den Stadtwerken in dieser herausgehobenen Rolle tätig. Mit seinem Prokuristen-Kollegen Walter Bommer (Leiter Technischer Service) hat er übergangsweise die Leitung des kommunalen Unternehmens unternommen.

Dies war erforderlich, weil der Aufsichtsrat sich Anfang Juli 2026 vom Kurzzeit-Geschäftsführer Marc Fischer getrennt hatte. Er hatte das Ruder erst im Januar 2025 übernommen. Bommer und Grindel hatten die Stadtwerke bereits einmal interimsweise geführt, bevor Fischer ins Amt gekommen war. Die jüngste Trennung hat wohl auch damit zu tun, dass die Konsolidierung der Stadtwerke nicht im gewünschten Tempo voranschreitet.

Verlustgeschäfte kann Teterow sich offenbar nicht länger leisten. Wie berichtet, stützt die Kommune ihren Versorger mit einer modifizierten Ausfallbürgschaft bis zum Jahresende. Die darüber abgesicherten 1,6 Millionen Euro dienen den Stadtwerken zur Aufnahme eines Kredits in Höhe von 2 Millionen Euro.

Die Hoffnungen im Breitband-Geschäft haben sich nicht erfüllt, weil die Vertragsabschlüsse hinter den Erwartungen zurückblieben. Andreas Grindel spricht von etwa 1.000 Kundinnen und Kunden, die Kalkulation war von 2.500 ausgegangen. Der Interimschef sagt, man wolle sich möglichst bis Jahresende 2026 von der Sparte trennen. Damit erfolgt eine Fokussierung auf die angestammten Geschäftsfelder, Energie, Wärme und Wasser.

Denn Ende des laufenden Jahres soll auch mit einem weiteren defizitären Kind der Stadtwerke Schluss sein. Auf der Burgwallinsel im bei Auflüglern beliebten Teterower See betreibt der Versorger im Auftrag der Kommune eine Gaststätte. Auch die sei, so Grindel, ein Verlustgeschäft. Bis Ende August können Interessierte ihren Übernahmewunsch bekunden.

Und letztlich müssen die Stadtwerke Teterow auch ihre Einlage als Gesellschafter der insolventen Stadtwerke Laage abschreiben. 2011 hatten sie 25 Prozent am benachbarten Unternehmen erworben und dafür rund 180.000 Euro bezahlt. Als Laage klamm war, versuchte Teterow noch mit einem Teilerlass von Schulden zu helfen. Diese Gelder sind unwiederbringlich fort. (vs)

Montag, 10.08.2026, 13:36 Uhr
Volker Stephan

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