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Enerige & Management > Bilanz - Stadtwerke Potsdam zufrieden mit operativem Geschäft
Quelle: Fotolia/Minerva Studio
BILANZ:
Stadtwerke Potsdam zufrieden mit operativem Geschäft
Die Stadtwerke Potsdam haben ihren Konzernabschluss für das vergangene Jahr vorgelegt Trotz Verlusten im Konzernjahresergebnis sprechen sie von einem unerwartet guten Berichtsjahr.  
 
Die Umsatzerlöse im Jahr 2020 geben die Stadtwerke Potsdam als Verbund mit 291,6 Mio. Euro an, die Bilanzsumme lag bei 719,6 Mio. Euro. Mit einem Minus in Höhe von 3,0 Mio. Euro lag das Konzernjahresergebnis 2020 über dem Konzernjahresfehlbetrag des Vorjahres (1,4 Mio. Euro). "Dennoch verlief das operative Geschäft im Berichtsjahr, trotz der negativen Einflüsse der Corona-Pandemie, besser als geplant. Daher fiel der Konzernjahresfehlbetrag deutlich niedriger als erwartet aus", so Monty Balisch in einer Mitteilung der Stadtwerke Potsdam vom 17. September.

Als Grund für die Einnahmeverluste führen die Stadtwerke in ihrem sogenannten "Verantwortungsbericht" etwa die durch die Corona-Pandemie bedingten Schließzeiten und Auflagen der öffentlichen Bäder an. So verzeichnete die Stadtwerke-Tochter "Bäderlandschaft Potsdam" (BLP) 2020 insgesamt 51 % weniger Besucherinnen und Besucher als noch im Jahr zuvor. Auch die Verkehrsbetriebstochter der Stadtwerke, die "ViP Verkehrsbetrieb Potsdam", musste coronabedingt einen Rückgang der Fahrgäste von annähernd 50 % hinnehmen. 

Insgesamt rund 59,5 Mio. Euro investierte der Stadtwerkeverbund im vergangenen Jahr in den Kerngeschäftsfeldern Energie, Wasser, Mobilität und Entsorgung. Den Großteil davon, nämlich 42,1 Mio. Euro, investierte die Stadtwerke-Tochter "Energie und Wasser Potsdam"(EWP) in die Strom und Wasserversorgung der Landeshauptstadt Brandenburgs. Mit ihrer "Energie- und Dekarbonisierungsstrategie 2050" entwickelte die EWP im vergangenen Jahr ein, wie es aus Potsdam heißt, "umfassendes Energiekonzept für die kommenden drei Jahrzehnte". Es baut auf den vier Säulen Fernwärme, Stromversorgung, Mobilität sowie die Unterstützung der Kunden bei der Senkung ihres Energieverbrauches.

Fokus auf die Wärmversorgung

Einen Baustein der Dekarbonisierung in der Fernwärmeversorgung sehen die Potsdamer Stadtwerke etwa in der Solarthermie: So steht neben dem Heizkraftwerk Potsdam-Süd bereits seit Mitte Dezember 2019 eine der größten Solarthermieanlagen Deutschlands. Als weitere Bausteine für die Dekarbonisierung, die im vergangenen Jahr angegangen worden sind, nennen die Stadtwerke die Realisierung eines nachhaltigen Energiekonzeptes für das neue Stadtquartier Krampnitz und den Fernwärmeausbau im Industriegebiet Potsdam Süd. Zudem soll eine in Auftrag gegebene Studie zum Wärmekonzept aufzeigen, wie das Potsdamer Fernwärmenetz bis 2050 im Sinne einer klimafreundlichen Energieversorgung weiter optimiert werden kann. Mithilfe von geothermischen Analysen und seismischen Erkundungen prüfen die Stadtwerke außerdem das Potenzial für eine mögliche geothermische Nutzung.

Zudem investierte die Energietochter der Stadtwerke, die EWP, 2020 weiter in die Elektromobilität und errichtete im vergangenen Jahr 20 Elektroladesäulen im gesamten Stadtgebiet. Im August 2020 ging zudem die erste Schnellladesäule am Potsdamer Bassinplatz in Betrieb. 24 öffentlich Ladesäulen, an denen 48 Fahrzeuge gleichzeitig Strom laden können, betreibt die EWP aktuell. Pro Säule und Tag registrierte die Stadtwerketochter zwischen 0,1 und 2,7 Ladevorgänge, je nach Standort. Wie die Stadtwerke betonen, stammt der Ladestrom zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen. 

Den 81-seitigen "Verantwortungsbericht der Stadtwerke Potsdam 2020"   stellt der Versorger auf seiner Internetseite zum Download bereit.
 

Davina Spohn
Redakteurin
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Freitag, 17.09.2021, 16:03 Uhr

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