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Energie & Management > Studien - Stadtwerke mit Vertriebslücke bei Energiediensten
Quelle: Fotolia / Minerva Studio
Studien

Stadtwerke mit Vertriebslücke bei Energiediensten

Eine Studie von Kreutzer Consulting und Nordlight Research zeigt, dass Energieversorger wichtige Ansprechpartner für Dienstleistungen sind, Aufträge aber an Handwerksbetriebe gehen.
Lokale Handwerksbetriebe bleiben für Privatkunden die wichtigste Anlaufstelle bei der Umsetzung von Energiedienstleistungen. Das zeigt die neue Studie „EDL-Kompass Privatkunden 2026“ von Kreutzer Consulting, einer Münchner Beratung für die Energiewirtschaft, und Nordlight Research, einem Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Hilden.

Energieversorger und Stadtwerke würden von Kunden zwar weiterhin als kompetente Ansprechpartner wahrgenommen, verlören jedoch häufig beim konkreten Angebot und Vertragsabschluss gegen regionale Fachbetriebe. Vor allem bei Wärmepumpen zeigt sich laut der Untersuchung die starke Stellung des Handwerks.

Demnach würden 84 Prozent der Befragten, die eine Anschaffung oder Installation planen, Kauf und Einbau einer Elektro-Wärmepumpe über lokale Fachbetriebe abwickeln. Auch bei Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern bevorzugen viele Kunden regionale Installationsunternehmen.
 
Ausgewählte Dienstleister für die Gebäudeenergie
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Quelle: Kreutzer Consulting

Energieversorger spielen dagegen eher als ergänzende Option eine Rolle. Rund 30 Prozent der Befragten ziehen ihren aktuellen Strom- oder Gasanbieter grundsätzlich für Energiedienstleistungen in Betracht. Im Markt für Wallboxen sei das Wettbewerbsumfeld breiter aufgestellt. Dort konkurrieren laut Studie neben Energieversorgern und Herstellern auch Online- und stationäre Händler um Kunden.

Hintergrund der Studie

Für die Untersuchung befragten die Marktforscher rund 4.300 Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, 327 Wohnungseigentümer sowie etwa 1.000 Mieter in Deutschland. Die Studie analysiert im zweiten Jahr in Folge Nachfrage, Nutzung und Kaufprozesse rund um Energiedienstleistungen und Energiewende-Technologien.

Die Autoren sehen zudem eine steigende Verbreitung von Wärmepumpen im Privatkundenmarkt. Der Anteil der Hauseigentümer mit installierter Wärmepumpe sei von 6 Prozent im Jahr 2025 auf aktuell 8 Prozent gestiegen. Mehr als 60 Prozent der Besitzer und Interessenten nennen laut Studie langfristige Kostenvorteile als wichtigsten Grund für die Anschaffung. Ebenfalls relevant seien Umweltaspekte sowie die Möglichkeit, Wärmepumpen mit Photovoltaik-Anlagen oder Batteriespeichern zu kombinieren.

Integrierter Markt von Wärme und Strom

Klaus Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Consulting, spricht von einem zunehmenden „integrierten Systemmarkt rund um Energie, Wärme und Flexibilität“. Energieversorger könnten ihre bestehenden Kundenbeziehungen, energiewirtschaftliche Kompetenz und digitale Vertriebsansätze nutzen, um marktfähige Energielösungen anzubieten, erklärte Kreutzer.

Der mehr als 250 Seiten umfassende „EDL-Kompass 2026“ untersucht neben Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern auch Wallboxen, Klimaanlagen, Balkonkraftwerke, Smart-Home-Anwendungen sowie Home Energy Management Systeme (HEMS). Darüber hinaus analysiert die Studie Themen wie Energieberatung, dynamische Stromtarife und Fernwärme.

Der EDL-Kompass steht als PDF im Internet zur Verfügung.

Donnerstag, 7.05.2026, 11:24 Uhr
Susanne Harmsen
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Studien
Stadtwerke mit Vertriebslücke bei Energiediensten
Eine Studie von Kreutzer Consulting und Nordlight Research zeigt, dass Energieversorger wichtige Ansprechpartner für Dienstleistungen sind, Aufträge aber an Handwerksbetriebe gehen.
Lokale Handwerksbetriebe bleiben für Privatkunden die wichtigste Anlaufstelle bei der Umsetzung von Energiedienstleistungen. Das zeigt die neue Studie „EDL-Kompass Privatkunden 2026“ von Kreutzer Consulting, einer Münchner Beratung für die Energiewirtschaft, und Nordlight Research, einem Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Hilden.

Energieversorger und Stadtwerke würden von Kunden zwar weiterhin als kompetente Ansprechpartner wahrgenommen, verlören jedoch häufig beim konkreten Angebot und Vertragsabschluss gegen regionale Fachbetriebe. Vor allem bei Wärmepumpen zeigt sich laut der Untersuchung die starke Stellung des Handwerks.

Demnach würden 84 Prozent der Befragten, die eine Anschaffung oder Installation planen, Kauf und Einbau einer Elektro-Wärmepumpe über lokale Fachbetriebe abwickeln. Auch bei Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern bevorzugen viele Kunden regionale Installationsunternehmen.
 
Ausgewählte Dienstleister für die Gebäudeenergie
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Energieversorger spielen dagegen eher als ergänzende Option eine Rolle. Rund 30 Prozent der Befragten ziehen ihren aktuellen Strom- oder Gasanbieter grundsätzlich für Energiedienstleistungen in Betracht. Im Markt für Wallboxen sei das Wettbewerbsumfeld breiter aufgestellt. Dort konkurrieren laut Studie neben Energieversorgern und Herstellern auch Online- und stationäre Händler um Kunden.

Hintergrund der Studie

Für die Untersuchung befragten die Marktforscher rund 4.300 Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, 327 Wohnungseigentümer sowie etwa 1.000 Mieter in Deutschland. Die Studie analysiert im zweiten Jahr in Folge Nachfrage, Nutzung und Kaufprozesse rund um Energiedienstleistungen und Energiewende-Technologien.

Die Autoren sehen zudem eine steigende Verbreitung von Wärmepumpen im Privatkundenmarkt. Der Anteil der Hauseigentümer mit installierter Wärmepumpe sei von 6 Prozent im Jahr 2025 auf aktuell 8 Prozent gestiegen. Mehr als 60 Prozent der Besitzer und Interessenten nennen laut Studie langfristige Kostenvorteile als wichtigsten Grund für die Anschaffung. Ebenfalls relevant seien Umweltaspekte sowie die Möglichkeit, Wärmepumpen mit Photovoltaik-Anlagen oder Batteriespeichern zu kombinieren.

Integrierter Markt von Wärme und Strom

Klaus Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Consulting, spricht von einem zunehmenden „integrierten Systemmarkt rund um Energie, Wärme und Flexibilität“. Energieversorger könnten ihre bestehenden Kundenbeziehungen, energiewirtschaftliche Kompetenz und digitale Vertriebsansätze nutzen, um marktfähige Energielösungen anzubieten, erklärte Kreutzer.

Der mehr als 250 Seiten umfassende „EDL-Kompass 2026“ untersucht neben Wärmepumpen, Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern auch Wallboxen, Klimaanlagen, Balkonkraftwerke, Smart-Home-Anwendungen sowie Home Energy Management Systeme (HEMS). Darüber hinaus analysiert die Studie Themen wie Energieberatung, dynamische Stromtarife und Fernwärme.

Der EDL-Kompass steht als PDF im Internet zur Verfügung.

Donnerstag, 7.05.2026, 11:24 Uhr
Susanne Harmsen

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