• Gashändler: Es kommt etwas Nervosität zurück
  • Regierung: THE hatte keine Kompetenzen im Gas-Terminmarkt
  • Lieferantenwechsel während Preisbremsen ohne EDIFACT
  • Ein Plan für den Wärmeplan
  • Rechnungshof: EU überwacht Strombinnenmarkt mangelhaft
  • Mit der Politprominenz das große Rad der Energiewende drehen
  • Leag und HH2E wollen Wasserstoff-Projekte verknüpfen
  • Neue Methanol-Brennstoffzelle am Markt
  • Deutschlands größter Gasspeicher speichert wieder aus
  • Wasserstoff ins einzige Steinkohle-Kraftwerk Ostdeutschlands
Enerige & Management > Niedersachsen - Stadtwerke in Soltau und Uelzen suchen nach Erdwärme
Quelle: Fotolia / fotolium
NIEDERSACHSEN:
Stadtwerke in Soltau und Uelzen suchen nach Erdwärme
Das Interesse an Erdwärme wächst offenbar: Die beiden Stadtwerke Soltau und Uelzen haben nun die Erlaubnis erhalten, nach Erdwärmequellen zu suchen.
 
Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) teilt zum 1. Dezember den Stadtwerken Soltau das Erlaubnisfeld Soltau und den Stadtwerke Uelzen das Erlaubnisfeld Uelzen I zur Aufsuchung von Erdwärme zu gewerblichen Zwecken zu, teilte die Behörde am 29. November mit.

Die beiden Stadtwerke hatten im Sommer dieses Jahres unabhängig voneinander jeweils einen Antrag auf Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme gestellt. Nun hat die Behörde die jeweilige Erlaubnis, zunächst befristet bis zum 30. November 2024, erteilt. Das Erlaubnisfeld Soltau ist laut dem Bergbauamt knapp 109 Quadratkilometer groß und erstreckt sich rund um die Stadt Soltau (Landkreis Heidekreis), das Erlaubnisfeld Uelzen ist rund 97,5 Quadratkilometer groß und erstreckt sich rund um die Kreisstadt Uelzen.

„Erdwärme kann sich zu einer der wichtigsten Energiequellen der Zukunft entwickeln“, sagt LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier. „Angesichts der aktuellen Energiekrise wächst das Interesse für diese regenerative und nahezu unerschöpfliche Wärmequelle spürbar“, so Mühlenmeier. Das LBEG, das nicht nur Bergbehörde, sondern auch Niedersächsischer Geothermiedienst (NGD) ist, hat bislang landesweit zehn Erlaubnisse zur Aufsuchung von Erdwärme erteilt – die Hälfte davon allein in diesem Jahr.

„Wir haben nun in Niedersachsen und Hamburg, für das wir als Bergbehörde ebenfalls zuständig sind, elf Erlaubnisse für die Aufsuchung von Erdwärme erteilt“, zählt Mühlenmeier auf. „Ich hoffe im Sinne der angestrebten Klimaneutralität sehr, dass diese Tiefengeothermieprojekte, die noch ganz am Anfang stehen, einen Beitrag zur regenerativen und umweltfreundlichen Energieversorgung leisten werden“.

Bei einer bergrechtlichen Erlaubnis handelt es sich nach Informationen des Bergbauamtes lediglich um das grundlegende Recht, in einem festgelegten Gebiet einen bestimmten Rohstoff suchen zu dürfen. Damit sind dem Inhaber noch keine technischen Maßnahmen gestattet. Ziel einer Aufsuchung ist es erst einmal, bisher unbekannte Lagerstätten ausfindig zu machen.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2023 Energie & Management GmbH
Dienstag, 29.11.2022, 10:53 Uhr

Mehr zum Thema