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Enerige & Management > KWK - Stadtwerke Halle schließen KWK-Modernisierung ab
Wärmespeicher in Halle, Quelle: Agentur Kappa-Adrian Gross
KWK:
Stadtwerke Halle schließen KWK-Modernisierung ab
In Halle haben die Stadtwerke die Modernisierung der KWK-Anlagen abgeschlossen. Zudem leuchtet der Wärmespeicher künftig entsprechend seines Ladezustandes rot oder grün.
 
Als Symbol wird der Wärmespeicher in Halle künftig entsprechend seiner Funktionsweise abends leuchten: rot, wenn er beladen ist und in Form von heißem Wasser Energie speichert, und grün, wenn er entladen wird und die Wärme in die halleschen Wohnungen fließt. Mit 50.000 Kubikmetern ist es laut den Stadtwerken Halle der größte seiner Bauart. Die Speichermenge in dem Zylinder mit 40 m Durchmessern und einer Gesamthöhe von 45 m reicht rechnerisch aus, um den Fernwärmebedarf der Hallenser bis zu drei Tage lang zu decken.

„Die Stadtwerke Halle zeigen gemeinsam mit der Energie-Initiative Halle beispielhaft auf, wie sich die Energiewende erfolgreich gestalten lässt“, sagte Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann. Die Energie-Initiative Halle ist ein Bürgerbeteiligungsprojekt der EVH, einem Unternehmen der Stadtwerke Halle-Gruppe.

Gemeinsam mit der Energie-Initiative Halle, weiteren Partnern und den größten Energieabnehmern der Saalestadt, wurde die neue Beleuchtung des Energie- und Zukunftsspeichers in Betrieb genommen. Der Speicher selbst ist seit 2018 im Einsatz. Zudem haben Land, die Stadt sowie die Stadtwerke Halle und die Energieversorgung Halle (EVH) am 11. November den Abschluss der KWK-Modernisierung gefeiert.

Seit dem Jahr 2015 arbeiten die Stadtwerke Halle daran, die Energieparks Dieselstraße und Trotha zu modernisieren. Insgesamt haben EVH und die Stadtwerke 150 Mio. Euro in beide Energieparks (inklusive KWK-Förderung vom Bund) investiert und 120 Mio. Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien. Parallel dazu wird das Fernwärmenetz verdichtet und weiter ausgebaut.

Der Energiepark an der Dieselstraße versorgt Halle nun flexibler. In den vergangenen fünf Jahren wurden neben dem Bau des Energie- und Zukunftsspeichers in den beiden vorhandenen Blöcken die Gasturbinen jeweils gegen eine leistungsstärkere ausgetauscht, die Leistung der Dampfturbinen erhöht, Zusatzkessel und Wärmepumpen errichtet sowie die Generatoren überholt.

Neben den vorhandenen Anlagen entstand ein weiterer Block. Dieser neue Block kann innerhalb von Minuten auf Bedarfsschwankungen im Stromnetz reagieren. Die bei der Stromproduktion entstehende Wärme wird im Energie- und Zukunftsspeicher eingelagert und kann zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden. Damit ergänzt der Energiepark Dieselstraße die Produktion von Strom aus regenerativen Quellen auf ideale Weise. Die EVH GmbH verfügt über 100 MW Leistung aus Photovoltaik sowie 25 MW Windkraftleistung.

An der Dieselstraße sind nun drei Gasturbinen von General Electric verbaut. Diese Gasturbinen erreichen im Maximallastfall 34 MW elektrisch in den Blöcken A und B sowie 57 MW elektrisch im Block C. Die Gasturbinen A und B sind vom Typ LM2500+G4 DLE. Die Gasturbine C ist eine vom Typ LM6000 PF+ SPRINT. Die neu installierten Zusatzkessel haben eine thermische Leistung von 60 MW.
Dort sind nun drei Gasturbinen der Firma General Electric verbaut. Diese Gasturbinen erreichen im Maximallastfall 34 MW elektrisch in den Blöcken A und B sowie 57 MW elektrisch im Block C. Die Gasturbinen A und B sind vom Typ LM2500+G4 DLE. Die Gasturbine C ist eine vom Typ LM6000 PF+ SPRINT. Die neu installierten Zusatzkessel haben eine thermische Leistung von 60 MW.

In den Blöcken A und B wurden 10 MW Adsorptionswärmepumpen von Johnson Controls installiert. Hier wird nach Auskunft des Versorgers Energie aus den Rauchgasen entzogen und in das Fernwärmenetz gehoben. Im neuen Block C wurden drei Kompressionswärmepumpen ebenfalls von Johnson Controls verbaut. Diese Wärmepumpen transportieren Restenergie aus den Rauchgasen der Gasturbine in das Fernwärmenetz. Außerdem wird Energie aus den Kühlkreisläufen zurückgewonnen. Somit geht die während der Kühlung verschiedener Kraftwerkskreisläufe eingesammelte Energie nicht ungenutzt verloren, sondern wird ebenfalls dem Fernwärmenetz zugeführt. Das hebt die Effizienz des Gesamtprozesses.

„Mit der Modernisierung der Energieparks und dem Bau des Energie- und Zukunftsspeichers füllen EVH und Stadtwerke das Klimaschutzkonzept der Stadt Halle mit Leben. Die Errichtung eines Vorzeigeprojekts der Energiewende ist nun abgeschlossen. Darauf können wir in Halle zurecht stolz sein“, sagt Egbert Geier, Bürgermeister der Stadt Halle (Saale).
 

Heidi Roider
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