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Enerige & Management > Stadtwerke - Stadtwerke Gütersloh liegen mit leichtem Gewinn über dem Plan
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
STADTWERKE:
Stadtwerke Gütersloh liegen mit leichtem Gewinn über dem Plan
Die Gütersloher Stadtwerke Gruppe hat den Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr unerwartet noch einmal leicht steigern können. Für 2021 sieht der Versorger weniger gute Zahlen.
 
Trotz eines Umsatzrückgangs fällt der Überschuss der Stadtwerke Gütersloh 2020 etwas höher aus als im Vorjahr. Die Ostwestfalen schlossen das Geschäftsjahr mit einem Plus von etwa 100.000 Euro, wodurch 3,4 Mio. Euro an die Kommune als Konzernmutter fließen. Der Gesamtumsatz des Versorgers sank leicht um 2,3 Mio. auf 136,4 Mio. Euro.

„Mit dem Geschäftsergebnis und unserer Marktposition können wir in einem durch die Corona-Pandemie geprägten Jahr sehr zufrieden sein“, so Kai Breiter, Leiter Kaufmännische Dienste bei den Stadtwerken Gütersloh. Geschäftsführer Ralf Libuda verweist darauf, dass das verbesserte Ergebnis über Plan gelegen habe. Für 2021 erwartet er – auch durch den andauernden Einfluss der Pandemie – einen Abschluss "deutlich unter dem Niveau des Jahres 2020".

Netzentgelte und Konzessionsabgaben spülen Geld in die Kasse

Eine positive Entwicklung verzeichnete das 475 Menschen beschäftigende Unternehmen dabei im Geschäft mit Strom und Wasser. Das liegt weniger an den Verbrauchszahlen, der Absatz ging bei der Elektrizität sogar zurück und nahm beim Wasser nur leicht zu. Allerdings schlugen höhere genehmigte Netzentgelte und gestiegene Konzessionsabgaben positiv zu Buche. Das hat Einfluss auf die Wertschöpfung: 6,1 Mio. Euro leiteten die Stadtwerke aus Konzessionsabgabe und Gewerbesteuer an die Stadt durch.

Als Dienstleister im öffentlichen Nahverkehr und Betreiber der kommunalen Bäder schlug die Corona-Pandemie voll auf die Zahlen durch. Im öffentlichen Nahverkehr gingen die Fahrgastzahlen um 2,5 Mio. zurück, was den Umsatz um 1,1 Mio. Euro schmälerte. Die Einbußen im Bäderbereich fielen noch deutlicher aus. Weniger als halb so viele Gäste zählten die Stadtwerke durch die weitgehende Schließung von Bädern und Sauna. Dadurch gab der Umsatz um 2,1 Mio. auf 1,3 Mio. Euro nach.

Seit dem zweiten Quartal 2020 bauen die Stadtwerke mit ihren Tochterfirmen Bitel Gesellschaft für Kommunikation und Netzgesellschaft Gütersloh das Glasfasernetz sukzessive aus. Die ersten 1.350 Gebäude sollen bis zur Jahresmitte und damit binnen zwölf Monaten angeschlossen sein. Im Mobilitätssektor haben die Stadtwerke ein von Land NRW und Kommune gefördertes Modellprojekt begonnen und ein App-gestütztes Shuttle-Bus-System geschaffen.

Zwei elektrisch betriebene London-Taxis und ein Sprinter sind werktags tagsüber zwischen einigen Stadtteilen ohne festen Fahrplan unterwegs. Abends und an Sonn- und Feiertagen gilt das Angebot stadtweit. „Das Prinzip von umweltfreundlichen Fahrgemeinschaften ist ein wichtiger Hebel für mehr Effizienz im Stadtverkehr“, sagt Ralf Libuda, der zugleich Chef der Stadtbus-Gesellschaft ist.

Libuda ist Ende Januar 2021 vom Aufsichtsrat der Stadtwerke und dem Rat der Stadt für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Bei Vertragsende an Silvester 2026 wird er dann insgesamt 15 Jahre an der Spitze des Versorgers gestanden haben.
 
Kennzahl 2020 2019
Umsatz (in Mio. Euro) 136,4 138,7
Bereinigter Unternehmensüberschuss (in Mio. Euro) 3,4 3,3
Stromabsatz (in Mio. kWh) 231,9 267
Gasabsatz (in Mio. kWh) 0,9 0,9
Wasserabsatz (in Mio. Kubikmeter) 5,6 5,5
Mitarbeitende 475 471

Quelle: Stadtwerke Gütersloh
 

Volker Stephan
© 2022 Energie & Management GmbH
Freitag, 26.03.2021, 11:43 Uhr

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