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Enerige & Management > Solarthermie - Stadtwerk am See baut große Freiflächenanlage
Quelle: Fotolia / digital-designer
SOLARTHERMIE:
Stadtwerk am See baut große Freiflächenanlage
In Überlingen will das Stadtwerk die Wärme für ein „Stadtquartier 2050“ klimaneutral bereitstellen. Das soll durch eine Kombination aus Sonne, Holzkessel und Wärmespeicher gelingen.
 
Im neuen „Stadtquartier 2050“ am Schättlisberg in Überlingen soll die Wärmeversorgung klimaneutral gelingen. Dieses Zukunftsprojekt hat sich das Stadtwerk am See vorgenommen. Nicht nur Haushalte eines Neubauviertels sondern auch das Helios-Spital und das Salem Kolleg sollen ans innovative Drei-Leiter-Wärmenetz angeschlossen werden. Dafür errichtet das Stadtwerk eine 4.300 Quadratmeter große Solarthermie-Anlage auf einer Freifläche.

864 Kollektoren mit jeweils rund fünf Quadratmetern Fläche nehmen die Sonnenwärme auf. Ein Pufferspeicher mit insgesamt 270 Kubikmetern Inhalt sammelt und verteilt die Wärme an die Haushalte. So sollen Sonnenwärme und ein ergänzender Holzhackschnitzelkessel genügen. Nur an wenigen besonders kalten Tagen müsste mit Erdgas ergänzt werden, so das Konzept. Die Gesamtanlage soll 3,1 Mio. Euro kosten.

1.750 Tonnen CO2 jährlich vermeiden

Die neue Anlage wird das neue und alte Stadtquartier Schättlisberg versorgen. Für Oberbürgermeister Jan Zeitler ist das Projekt ein großer Schritt in Richtung Energiezukunft: „Überlingen macht sich auf den Weg zum klimaneutralen Stadtquartier 2050 – und das Stadtwerk am See ist dabei ein ganz wesentlicher Partner“, sagte er. Der Geschäftsführer des Stadtwerks, Alexander-Florian Bürkle erläuterte, dass ein Großteil der Energie in Deutschland für Wärme verbraucht wird. „Für die Zukunft ist gerade in diesem Gebiet Innovation und Köpfchen gefragt – dazu leisten wir hier einen Beitrag“, sagte Bürkle.

Mit zur neuen Anlage gehört ein innovatives Drei-Leiter-Wärmenetz, das die Wärme an die Haushalte verteilt. Die Technologie macht sich zu Nutze, dass zum Beispiel Fußbodenheizungen in Neubauten eine geringere Vorlauftemperatur brauchen als konventionelle Heizkörper. „Das ist Energieeffizienz und Nachhaltigkeit pur, was wir hier aufbauen“, erklärte Andreas Bachmaier, Leiter Energiesysteme beim Stadtwerk. Das Zusammenspiel der einzelnen Anlagenteile sei komplex. „Aber der Lohn für die Umwelt ist groß: Wir sparen mit der Anlage 1.750 Tonnen CO2 pro Jahr ein“, betonte Bachmaier.
 
Von links: Andreas Bachmaier, Leiter Energiesysteme, und Alexander-Florian Bürkle, Geschäftsführer des Stadtwerks am See, Jan Zeitler, Oberbürgermeister Stadt Überlingen, mit einem Solarthermiemodul Quelle: Stadtwerk am See
 

Susanne Harmsen
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Donnerstag, 03.03.2022, 10:49 Uhr

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