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Energie & Management > E&M Vor 20 Jahren - Solarzellenhersteller mit Imageproblemen
Quelle: Jonas Rosenberger
E&M Vor 20 Jahren

Solarzellenhersteller mit Imageproblemen

2006 fand die Intersolar noch in Freiburg statt. Damals war noch die Solarzellenproduktion in Deutschland ein wichtiges Thema. Und Katherina Reiche äußerte sich zum EEG.
Im Jahr 2006 debattierte die Branche noch über hohe Margen der Solarzellenhersteller. Vor diesem Hintergrund befeuerte die damalige Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche auch die Diskussion um die Einspeisevergütung. E&M-Chefreporter Ralf Köpke fing damals im Vorfeld der Intersolar die Stimmung ein.



Gelesen haben wohl nur die wenigsten Bundestagsabgeordneten das Editorial des Solarstrommagazins Photon in diesem Januar. „Gewinnmargen der börsennotierten Solarunternehmen bis zu 20 Prozent lassen vermuten, dass hier die Knappheit an Solarmodulen durchaus genutzt wird, um mal ordentlich Kasse zu machen“, schrieb damals Chefredakteurin Anne Kreutzmann.

Erst als das Handelsblatt mehr als vier Monate später diese Einschätzung ins politische Berlin transportierte, kam die virulent vorhandene Kritik an der im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Solarstromvergütung wieder zum Tragen. „Es hat sich herausgestellt, dass die hohen Einspeisevergütungen keinen Anreiz zu Preissenkungen bei Solaranlagen geben. Das widerspricht der Zielsetzung des EEG. Wir müssen diese Entwicklung korrigieren und die Vergütungssätze für den Solarstrom deutlich absenken“, sagte beispielsweise Unionsfraktions-Vize Katherina Reiche (CDU) in einem Handelsblatt-Interview. So deutlich hat seitdem kein Parlamentarier eine Senkung der Solarstromvergütung gefordert; das Thema gewinnt an der Spree aber an Dynamik und Brisanz.

Bereits im Frühjahr hatte das Bundesumweltministerium eine Studie veröffentlicht, wonach die Photovoltaik im Jahr 2020 mit 36 Prozent aus dem dann rund 7,5 Milliarden Euro umfassenden EEG-Topf gefördert wird, ihr Beitrag zum gesamten Ökostromaufkommen aber selbst in mehr als einem Jahrzehnt mit rund 4 Prozent marginal ist.

Ein Negativ- und Abzocker-Image kann sich die Solarbranche beim laufenden Energiegipfel-Prozess sowie bei der im kommenden Jahr beginnenden EEG-Novellierung nicht leisten. Im Vorfeld der diesjährigen Fachmesse Intersolar in Freiburg (22. bis 24. Juni) haben erste Unternehmen reagiert. „Ich gehe davon aus, dass sich der Preistrend bei uns umdrehen wird“, sagte Peter Thiele, zuständig für Sharp-Solartechnik in Deutschland und Österreich, wenige Tage vor der weltweit wichtigsten Solarmesse.

Solarworld-Chef Frank Asbeck, der als Vertreter der erneuerbaren Energien von Kanzlerin Merkel zum Energiegipfel eingeladen ist, beließ es nicht nur bei Ankündigungen. „Wir bieten unseren Kunden aus dem Groß- und Fachhandel für 2007 Komplettsysteme zu Konditionen an, die es ihnen ermöglichen, an Endverbraucher zu einem Preis zu verkaufen, der sich deutlich unterhalb von derzeit im Markt zu beobachtenden Preisen befindet“, nutzte er die erhöhte mediale Aufmerksamkeit rund um die Intersolar.

Freitag, 5.06.2026, 16:05 Uhr
Ralf Köpke
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Quelle: Jonas Rosenberger
E&M Vor 20 Jahren
Solarzellenhersteller mit Imageproblemen
2006 fand die Intersolar noch in Freiburg statt. Damals war noch die Solarzellenproduktion in Deutschland ein wichtiges Thema. Und Katherina Reiche äußerte sich zum EEG.
Im Jahr 2006 debattierte die Branche noch über hohe Margen der Solarzellenhersteller. Vor diesem Hintergrund befeuerte die damalige Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche auch die Diskussion um die Einspeisevergütung. E&M-Chefreporter Ralf Köpke fing damals im Vorfeld der Intersolar die Stimmung ein.



Gelesen haben wohl nur die wenigsten Bundestagsabgeordneten das Editorial des Solarstrommagazins Photon in diesem Januar. „Gewinnmargen der börsennotierten Solarunternehmen bis zu 20 Prozent lassen vermuten, dass hier die Knappheit an Solarmodulen durchaus genutzt wird, um mal ordentlich Kasse zu machen“, schrieb damals Chefredakteurin Anne Kreutzmann.

Erst als das Handelsblatt mehr als vier Monate später diese Einschätzung ins politische Berlin transportierte, kam die virulent vorhandene Kritik an der im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Solarstromvergütung wieder zum Tragen. „Es hat sich herausgestellt, dass die hohen Einspeisevergütungen keinen Anreiz zu Preissenkungen bei Solaranlagen geben. Das widerspricht der Zielsetzung des EEG. Wir müssen diese Entwicklung korrigieren und die Vergütungssätze für den Solarstrom deutlich absenken“, sagte beispielsweise Unionsfraktions-Vize Katherina Reiche (CDU) in einem Handelsblatt-Interview. So deutlich hat seitdem kein Parlamentarier eine Senkung der Solarstromvergütung gefordert; das Thema gewinnt an der Spree aber an Dynamik und Brisanz.

Bereits im Frühjahr hatte das Bundesumweltministerium eine Studie veröffentlicht, wonach die Photovoltaik im Jahr 2020 mit 36 Prozent aus dem dann rund 7,5 Milliarden Euro umfassenden EEG-Topf gefördert wird, ihr Beitrag zum gesamten Ökostromaufkommen aber selbst in mehr als einem Jahrzehnt mit rund 4 Prozent marginal ist.

Ein Negativ- und Abzocker-Image kann sich die Solarbranche beim laufenden Energiegipfel-Prozess sowie bei der im kommenden Jahr beginnenden EEG-Novellierung nicht leisten. Im Vorfeld der diesjährigen Fachmesse Intersolar in Freiburg (22. bis 24. Juni) haben erste Unternehmen reagiert. „Ich gehe davon aus, dass sich der Preistrend bei uns umdrehen wird“, sagte Peter Thiele, zuständig für Sharp-Solartechnik in Deutschland und Österreich, wenige Tage vor der weltweit wichtigsten Solarmesse.

Solarworld-Chef Frank Asbeck, der als Vertreter der erneuerbaren Energien von Kanzlerin Merkel zum Energiegipfel eingeladen ist, beließ es nicht nur bei Ankündigungen. „Wir bieten unseren Kunden aus dem Groß- und Fachhandel für 2007 Komplettsysteme zu Konditionen an, die es ihnen ermöglichen, an Endverbraucher zu einem Preis zu verkaufen, der sich deutlich unterhalb von derzeit im Markt zu beobachtenden Preisen befindet“, nutzte er die erhöhte mediale Aufmerksamkeit rund um die Intersolar.

Freitag, 5.06.2026, 16:05 Uhr
Ralf Köpke

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