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Enerige & Management > Photovoltaik - Solarpflicht trifft auf Lieferengpässe
Quelle: Fotolia / Robert Kneschke
PHOTOVOLTAIK:
Solarpflicht trifft auf Lieferengpässe
Ab Mai gilt in Baden-Württemberg eine Photovoltaik-Pflicht für Neubauten. Allerdings wird die Umsetzung wohl schwieriger als gedacht: Die Elektrofachbetriebe klagen über Lieferengpässe.
 
Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg, erklärte jetzt in einer Mitteilung, dass die angeschlossenen Handwerksbetriebe gut auf die Photovoltaik-Pflicht für Wohngebäude vorbereitet seien. Allerdings häuften sich Meldungen über erhebliche Lieferverzögerungen vor allem bei Bauteilen mit Halbleitern. Dies gelte insbesondere für Wechselrichter und Batteriespeicher, aber auch für Zubehör wie die Modul-Unterkonstruktionen aus Aluminium.

Die erforderlichen Smart Meter für die Anlagen seien aktuell überhaupt nicht verfügbar. Hinzu kämen noch erhebliche Preisanhebungen seitens der Lieferanten. Dies alles, so der Verband, führe zu einem erheblichen organisatorischen Mehraufwand in den Handwerksbetrieben, zu höheren Preisen, die weitergegeben werden müssten, und zu Wartezeiten für die Kunden.

„Eine ideale Kombination mit der eigenen PV-Anlage ist eine zeitgemäße Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Doch auch hier sind massive Lieferverzögerungen zu beklagen", erklärte Verbandspräsident Thomas Bürkle. Die Lieferzeit für intelligente Ladestationen zum Beispiel mit RFID-Technologie, Dienstwagenabrechnungsmöglichkeit oder Backend Anbindung würden bei einzelnen Herstellern derzeit mindestens 28 Wochen betragen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Fördermittel verloren gehen.

Um die Kunden trotzdem bestmöglich bedienen zu können, setze der Verband verstärkt auf Kooperationen mit anderen Gewerken. So habe man die Partnerschaft mit dem baden-württembergischen Dachdeckerhandwerk intensiviert.

Auf die kommende Einführung der PV-Pflicht bei Wohngebäuden ab Mai sieht Bürkle das Handwerk prinzipiell gut vorbereitet. Die Qualifikationen seien vorhanden und es habe noch zusätzliche Schulungsmaßnahmen gegeben.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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