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Enerige & Management > Regenerative - Solar schlägt Kohle immer mehr über den Preis
Bild: K-U Haessler / Fotolia
REGENERATIVE:
Solar schlägt Kohle immer mehr über den Preis
Die Stromgestehungskosten neuer Erneuerbaren-Anlagen unterlaufen immer öfter jene von fossilen Kraftwerken, stellt die internationale Erneuerbaren Agentur Irena in einem Bericht fest. 
 
Der jüngste Irena-Bericht „Renewable Power Generation Costs in 2019“ kommt sogar zu dem Schluss, dass erneuerbare Stromerzeugung in immer mehr Fällen sogar billiger ist als mit existierenden Kohlekraftwerken. 

Im kommenden Jahr könnte es daher günstiger sein, neue Solarkraftwerke zu bauen, als bis zu 1.200 GW an vorhandenen Kohlestrom-Kapazitäten weiter zu nutzen, so die Irena in einer Mitteilung. Allein die teuersten 500 GW an Kohlekraftwerkskapazität 2021 durch PV und Onshore-Wind zu ersetzen, könnte den Energieversorgern Einsparungen von umgerechnet zwischen 11 und 22,5 Mrd. Euro pro Jahr bringen - je nach Entwicklung der Kohlepreise. Die globalen CO2-Emissionen würden sich dadurch um rund 1,8 Gigatonnen verringern − immerhin rund 5 % des gesamten CO2-Ausstoßes.

Im vergangenen Jahrzehnt (2010 bis 2019) sind laut Irena die Stromgestehungskosten aus Photovoltaik um 82 % gesunken, jene aus Onshore-Wind um 39 % und aus Offshore-Wind um 29 %. Der Trend hält nach Meinung der Erneuerbaren-Experten an: 
Allein 2019 seien die Stromkosten aus Utility-Scale-Solarkraftwerken um 13 % auf einen weltweiten Durchschnitt von 6,08 Ct/kWh gefallen. 

„Wir haben bei der Energiewende eine wichtige Weggabelung erreicht. Entscheidungen für neue Kohlekraftwerke erscheinen sowohl aus ökologischer wie aus ökonomischer Sicht unsinnig“, so der Irena-Chef Francesco La Camera.

Der Report Renewable Power Generation Costs in 2019    kann von der Website der Irena heruntergeladen werden. 

 
Grafik: Irena


 
 

Peter Koller
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Dienstag, 02.06.2020, 12:36 Uhr

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