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Enerige & Management > IT - Smart-Building-Dienstleister nutzt kommunales Lorawan-Netz
Quelle: Pixabay
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Smart-Building-Dienstleister nutzt kommunales Lorawan-Netz
Das Lorawan-Netz von Stromnetz Hamburg kommt bei Kunden von Meteo Viva zum Einsatz und soll die smarte Gebäudesteuerung von Büroimmobilien unterstützen.
 
Zwei Gebäude sind laut einer gemeinsamen Mitteilung von Meteo Viva und Stromnetz Hamburg schon mit Sensorik ausgestattet. Weitere sollen folgen. Denn ab sofort können Lorawan-Sensoren in den von dem Immobiliendienstleister betreuten Gebäuden genutzt werden, um Klima- und Verbrauchsdaten zu übermitteln. Nach eigenen Angaben ist Meteo Viva der erste Anbieter von Smart-Building-Lösungen, der das Funknetz von Stromnetz Hamburg nutzt.

Meteo Viva mit Sitz im nordrhein-westfälischen Jülich hilft beispielsweise Unternehmen, Energieverbrauch und Raumklima aufeinander abgestimmt vorausschauend zu steuern. Dazu müssen alle für das Raumklima relevanten Daten erfasst und in das Gebäudemanagement integriert werden. „So fließt nur so viel Wärme, Kälte und Frischluft in das Gebäudeinnere, wie für die gewünschte Raumtemperatur benötigt wird“, wirbt der Dienstleister auf seiner Internetseite.

Thomas Volk sieht in der Kooperation mit Meteo Viva „ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten und Potenziale von Lorawan“. Es veranschauliche nach Überzeugung des Geschäftsführers von Stromnetz Hamburg die eigene Strategie, ein hamburgweites Netzwerk zu errichten und dies für städtische wie auch nichtstädtische Partner zugänglich zu machen. „Wir sind zuversichtlich gemeinsam mit der MeteoViva diese und weitere Innovationen zu treiben, weiterzuentwickeln und am Markt zu etablieren“, so Volk weiter.

25.000 Geräte auf der IoT-Plattform

Mittlerweile sind nach Auskunft einer Sprecherin 25.000 Geräte mit Sensorik in verschiedener Form auf der IoT-Plattform von Stromnetz Hamburg installiert, davon 15.000 in der Hansestadt. Sie sind dort über ein Netz mit mehr als 60 Gateways angebunden. Damit hat das kommunale Unternehmen nach eigenen Angaben im Stadtstaat eine weitgehend flächendeckende Abdeckung erreicht.

In der Immobilienwirtschaft ist Meteo Viva allerdings nicht der erste Kooperationspartner. Vor rund einem Jahr hatte der grundzuständige Messstellen- und Netzbetreiber mit der Quantum Immobilien AG einen Ansatz entwickelt, Bauherren und Projektentwicklern mit einer Multi-Metering-Lösung auf Lorawan-Basis die Möglichkeit zu geben, Bauwerke nach ihrer Fertigstellung auf nachhaltiges Bauen zu prüfen.

Die Zahl der Stadtwerke, die das Internet der Dinge als neues Geschäftsfeld entdecken und damit den jeweiligen Kommunen bei der Transformation zu einer Smart City unter die Arme greifen, ist in den letzten Monaten spürbar gewachsen. Aber auch neue Dienstleistungen für die ortsansässige Wirtschaft gehören zunehmend zum Angebot der Energieversorger jenseits des Kilowattstundenverkaufs.

Die IoT-Anwendungsfälle im kommunalen Umfeld reichen von der Feuchtigkeitsüberwachung städtischer Grünanlagen, über die Parkraumbeschaffung und die Bereitstellung von Klimadaten bis zum Kurzschlussanzeiger im Niederspannungsnetz. Manche lassen sich unter der Rubrik „nice to have“ verbuchen. Andere dienen auch dazu, regulatorischen Druck von den kommunalen Versorgern und Netzbetreibern zu nehmen, in dem sie eine schnelle und kostengünstige Digitalisierung von Netzen und Anwendungen ermöglichen.
 
 

Fritz Wilhelm
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