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Enerige & Management > Beteiligung - Shell kauft First Utility
Bild: Fotolia.com, bluedesign
BETEILIGUNG:
Shell kauft First Utility
Der Energiekonzern Shell kauft den britischen Energieanbieter First Utility. First Utility bietet unter der Marke „Shell PrivatEnergie“ in Deutschland Strom und Gas an.
 
Die Shell Petroleum Company Limited erwirbt 100 Prozent der Anteile an First Utility, einem Energieversoger und Kabelnetzanbieter für Privathaushalte in Großbritannien, teilte Shell mit. „Das schließt die First Utility GmbH mit Sitz in Hamburg, eine 100-prozentige Tochter, ein“. 2015 ist Shell über die deutsche Tochter der First Utility in den deutschen Endkundenmarkt eingestiegen. First Utility vertreibt über die Marke Shell Privatenergie Strom und Gas.

„Die Erfahrung der Shell Gruppe in Energieversorgung, -handel und -marketing kombiniert mit der Erfahrung von First Utility, 825 000 Privathaushalte in Großbritannien und Deutschland zu versorgen, wird es First Utility ermöglichen, zu wachsen und mehr innovative Angebote für Kunden zu entwickeln“, heißt es bei Shell als Grund für den Kauf. Privathaushalte spielten eine wachsende Rolle, indem sie ihren Stromverbrauch selber verwalten und ihrerseits als Anbieter auftreten, der Strom in das Netz einspeist.

In Deutschland tut sich First Utility bislang noch schwer auf dem hart umkämpften Haushaltsmarkt. Der damalige Geschäftsführer Maik Neubauer bezeichnete im April 2017 auf der Stadtwerke-Tagung in Berlin den deutschen Endkundenmarkt als den „kranken Mann der Energiewende und Marktliberalisierung“. Ein bewusster Tarifwirrwarr der Unternehmen und eine mangelnde Aufsicht machte der Geschäftsführer als Gründe aus, warum Kunden im Energiemarkt sich häufig überfordert fühlten.

Zum Geschäft der First Utility äußerte er sich folgendermaßen: „Es ist düster, aber es gibt auch Licht am Horizont“, so der Geschäftsführer. In den ersten zwei Jahren schreibe kein neuer Vertrieb schwarze Zahlen.

Im Februar hatte die Shell Energy Deutschland angekündigt, ab dem zweiten Halbjahr 2017 Industriekunden mit Strom zu beliefern.
 

Stefan Sagmeister
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Donnerstag, 21.12.2017, 17:12 Uhr

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