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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Shell baut seinen ersten Onshore-Windpark in Europa
Quelle: Fotolia/Wirepec
WINDKRAFT ONSHORE:
Shell baut seinen ersten Onshore-Windpark in Europa
Der noch öl- und gaslastige Konzern Royal Dutch Shell projektiert unweit der deutschen Grenze erstmals in Europa einen Windpark an Land. Turbinen-Lieferant ist Nordex.
 
Royal Dutch Shell hat für seinen ersten Onshore-Windpark in Europa bei der niederländischen Stadt Emmen in der Nähe der deutschen Grenze bei Nordex die Turbinen bestellt. Dies geht aus einer Mitteilung der Nordex Group hervor.

Demnach liefert die börsennotierte Nordex Acciona Windpower nicht nur 14 Anlagen des Typs N131/3600 mit einer Gesamtleistung von gut 50 MW und errichtet sie, sondern organisiert auch 15 Jahre lang Wartung und Instandhaltung der Turbinen

Der Windpark „Pottendijk“ entsteht als Teil des Energieparks „Pottendijk“ nordöstlich der Großstadt Emmen in der niederländischen Provinz Drenthe. Jener wird auch noch aus einem Solarpark mit einer installierten Leistung in gleicher Höhe bestehen.

Die Lieferung und Errichtung der Turbinen auf 84-Meter-Stahlrohrtürmen soll nächstes Frühjahr beginnen, die Inbetriebnahme ist für Ende nächsten Jahres vorgesehen. Bei durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten am Standort von 6,6 Metern pro Sekunde oder knapp 24 km/h werden jährlich 130 GWh Windstrom erwartet.

Die bisherige Windposition von Shell

Shell ist nach eigenen Angaben im Jahr 2000 von Großbritannien aus ins Windgeschäft eingestiegen und verfügt derzeit über eine installierte Gesamtleistung von 6.000 MW. In Europa handelt es sich ausschließlich um Anlagen auf See:

  • vor der holländischen Küste Borssele III und IV (732 MW) zusammen mit dem Ökounternehmen Eneco und anderen
  • sowie Noordzeewind, bei dem der Konzern erst im März Vattenfall herausgekauft hat.
  • In der Entwicklung sind der förderfreie 759-MW-Offshore-Windpark Hollandse Kust Noord mit Eneco als Juniorpartner
  • sowie in den USA die riesigen Projekte Atlantic Shore vor New Jersey (2.500 MW)
  • und Mayflower vor Massachusetts (1.600 MW).


2001 war der Konzern auch ins Onshore-Windpark-Geschäft eingestiegen, allerdings bisher nur in den USA mit vier Parks. Shell experimentiert auch mit schwimmenden Plattformen (floating wind) und Segeln (kite wind). Mit einem tiefgreifenden Umbau will das Unternehmen bis 2050 klimaneutral werden. Es geht gegen ein holländisches Gerichtsurteil vor, das dies schon für 2030 verlangt.

 

Georg Eble
Redakteur
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Donnerstag, 30.09.2021, 13:07 Uhr

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