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Enerige & Management > Stadtwerke - Schwäbisch Hall setzt auf Biomethan
Quelle: Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH / Hallywood Productions, Stephan Baraniecki
STADTWERKE:
Schwäbisch Hall setzt auf Biomethan
In Schwäbisch Hall laufen nun zwei Kraftwerksmotoren mit Biomethan. Der Versorger hat einen Zuschlag bei der entsprechenden Ausschreibung erhalten.
 
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall verfolgen das Ziel, die Wärmeversorgung zu 100 % aus regenerativen Energiequellen abdecken zu können. Ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg ist die Umstellung von zwei großen Module eigener Kraftwerke auf Biomethan, teilte der Versorger mit. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall haben zuvor an einer allgemeinen Biomasseausschreibung der Bundesnetzagentur teilgenommen und den Zuschlag erhalten.

Seit 21. Dezember 2021 laufen die Motoren „MAN 1“ im Heizkraftwerk Hessental und „BHKW 2“ im Heizkraftwerk Robert-Bosch-Straße mit Biomethan statt mit Erdgas. „Mit beiden Anlagen erzeugen wir damit umweltfreundlich Strom und Wärme. Bei der Wärme sprechen wir zusammengerechnet von 36 GWh pro Jahr aus erneuerbaren Energien“, betont Fabian Andrews, Leiter der Abteilung Kraftwerke und Wärmeverteilung beim Schwäbisch Haller Energieversorger.

Die beiden Kraftwerke mit den umgestellten Motoren gehören zu den großen Erzeugungsanlagen der Stadtwerke Schwäbisch Hall. Im Kraftwerk Robert-Bosch-Straße ist ein Motor bereits im Biomethanbetrieb, drei kleinere Blockheizkraftwerke sind direkt an ein bestehendes Biogasnetz angebunden. Im Kraftwerk Hessental wird zum ersten Mal ein Motor mit der umweltfreundlichen Erdgas-Alternative betrieben.

Haller Verbundnetz wächst von Jahr zu Jahr

Insgesamt wird das Haller Netz immer grüner. So konnte der Kommunalversorger im Sommer dieses Jahres verkünden (wir berichteten), dass der Anteil Erneuerbarer im Haller Wärmnetz bereits die 60 % übersteigt. Der Primärenergiefaktor wurde mit 0,24 gemessen. Die Zahl zeigt den Energieverlust bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung eines Energieträgers auf. Eine Null entspräche also einer verlustfreien Versorgung, 1,1 gilt für herkömmliches Heizöl. Der Primärenergiefaktor ist bedeutsam für die Förderfähigkeit von Energieeffizienz-Maßnahmen an Gebäuden und für die Erfüllung von Pflichten aus Erneuerbare-Wärme-Gesetzen.

Das Haller Fernwärmenetz ist dezentral organisiert: mit vier über die Kreisstadt verteilten Heizkraftwerken sowie 16 Blockheizkraftwerken. Sie werden mit Biomethan, Biogas und Erdgas befeuert. Über eine mittlerweile 137 Kilometer lange Leitung wird eine mehr als 2.300-köpfige Kundschaft in Hall und der westlichen Nachbargemeinde Michelsfeld versorgt.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Dienstag, 21.12.2021, 12:43 Uhr

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