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Enerige & Management > IT - Schlüssel-Varianten
Bild: Fotolia.com, Dreaming Andy
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Schlüssel-Varianten
Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen sensible Daten sicher senden und empfangen können. Ein Freiburger IT-Anbieter hat dazu eine flexible Lösung entwickelt.
 

Das Programm Cryptshare kann nicht nur Daten verschlüsselt übertragen, sondern bietet den Nutzern auch die Möglichkeit, sehr große Dateien auszutauschen. Mehrere Wege führen nach Angaben des Anbieters, der Freiburger befine Solutions AG, dahin: der Austausch über Plug ins in die E-Mail-Programme Outlook oder Lotus Notes oder das direkte Hochladen auf den Cryptshare-Server über einen Internet-Browser. Hier ist es auch möglich, die Sicherheits-Software auf dem Server des eigenen Unternehmens zu installieren. Kunden greifen dann über das unternehmenseigene Internetportal auf diesen zu.

Die Sicherheitslösung gewinnt für Energieversorger an Relevanz, weil diese mit dem im Sommer letzten Jahres in Kraft getretenen IT-Sicherheitsgesetz als Betreiber kritischer Infrastrukturen gelten. Sie müssen eine sichere IT aufbauen und diese mit einem Management-System auch immer auf dem neuesten Sicherheitsstand halten.

Mit Cryptshare sollen sich sensible Daten sowie große Dateien mit mehreren Gigabyte Datenvolumen zwischen zwei Partnern besonders einfach austauschen lassen. Dazu müsse der externe Geschäftspartner keine Software installieren, kein Benutzerkonto einrichten und keine Zertifikate austauschen, betont der Anbieter. Er könne sehr einfach bidirektional mit seinem Geschäftspartner oder Kunden kommunizieren. Die anpassbare Benutzeroberfläche sei zudem intuitiv zu bedienen.

Kommunikation einfach starten

Zum Starten des Datenaustausches geht der Sender in eine Maske, die ähnlich wie die Dialoge etwa bei der Dropbox aufgebaut ist. Die Dateien, die hochgeladen werden sollen, klickt der Nutzer an. Dem Geschäftspartner kann zudem eine Nachricht geschickt werden. Der Sender kann außerdem wählen, ob er ein Passwort vergeben möchte. Ohne Passwort ist der Übertragungsweg verschlüsselt, aber jeder kann die Datei öffnen. Mit Passwort kann nur der Passwort-Inhaber die Datei auch wieder herunterladen.

Die Daten überträgt das System verschlüsselt auf den Server. Sie werden dort auch automatisch auf Viren überprüft. Außerdem lässt sich vom Nutzer ein Zeitraum einstellen, nach dem die Dateien automatisch gelöscht werden. Der Empfänger bekommt nach dem Versand eine Mail mit einem Download-Link. Er kann auch wählen, ob er die Daten in einem ZIP-Archiv herunterladen möchte. Ohne weitere Entschlüsselungs-Vorgänge öffnet sich bei ihm nach dem Herunterladen eine lesbare Datei.

Die Unternehmen können laut Anbieter das System durch ihre Administratoren individuell einstellen lassen. Damit lassen sich einheitliche Regeln und Einstellungen für bestimmte Absender- und Empfängerkombinationen fixieren – zum Beispiel wer aus welcher Abteilung Daten in welchem Umfang und mit welchen Sicherheitsvorkehrungen senden und empfangen darf. Festlegen kann man außerdem, welche Details bei der Datenübertragung protokolliert werden.

Eingesetzt ist das System bisher bei rund 1 000 Unternehmen in Deutschland. Neben vielen Banken sind jetzt auch die Stadtwerke Wolfenbüttel Nutzer. Sie tauschen über Cryptshare Daten mit Wirtschaftsprüfern aus oder nutzen die Möglichkeit des großen Datenvolumens des Systems zum Versand von Bilddateien. In Wolfenbüttel läuft die Software auf dem eigenen Server, Kunden können den Dienst über die Website erreichen.

 

Armin Müller
Redakteur
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Freitag, 07.10.2016, 10:54 Uhr

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