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Enerige & Management > Smart Grids - RWE sucht das Energiesystem der Zukunft
Bild: Fotolia.com, Ben Chams
SMART GRIDS:
RWE sucht das Energiesystem der Zukunft
Mit 47 Partnern will der Konzern massenmarkttaugliche Lösungen für ein intelligentes Stromnetz entwickeln und hofft dabei auf Fördermittel des Bundes.
 
Für ein Projekt mit dem Namen „Designetz“ bemüht sich RWE derzeit um Fördermittel des Bundes. Einen Teilerfolg hat das Unternehmen nun erreicht, da das Bundeswirtschaftsministerium nach einer ersten Sichtung nun den vollständigen Projektantrag entgegennehmen wird.

Im Rahmen des Projekts sollen 26 sogenannte Demonstratoren entwickelt werden, die unterschiedliche Lösungen für das Zusammenspiel verschiedener Bestandteile eines intelligenten Netzes zur Integration erneuerbarer Energien aufzeigen. Diese sollen letztlich auch massenmarkttauglich sein und deshalb einem „Realitätscheck“ unterzogen werden. Dabei sucht RWE sowohl nach energietechnischen als auch informationstechnischen Lösungen. Ein Schwerpunkt bildet die Frage, welche Flexibilitäten dem Gesamtsystem zur Verfügung gestellt und wie sie bewertet werden können. Dazu werden unter anderem virtuelle Kraftwerke, Demand Side Management-Lösungen und Speicher gehören. Auch Herausforderungen des Stromtransports sollen untersucht werden. Vor diesem Hintergrund erklärte Joachim Schneider, Technikvorstand der RWE Deutschland AG, bei einem Pressegespräch, das Unternehmen werde in den nächsten drei Jahren alleine in die Netze 2,5 Mrd. Euro investieren.

Nach Schneiders Ansicht kann das „Designetz“ als Blaupause für Deutschland dienen. Dies sei deshalb realistisch, weil sich das Projekt über drei Bundesländer erstrecke – Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland – und damit sowohl industrielle als auch ländliche Regionen mit entsprechend starker und schwacher Last und entsprechend hoher und geringer Einspeisung von erneuerbaren Energien einbezogen würden. Nach Angaben des Technikvorstands befinden sich rund 33 % der Jahreshöchstlast in Deutschland und rund 20 % der Einwohner in diesem Gebiet.

RWE hat für das Projekt Investitionen von 100 Mio. Euro veranschlagt. Das Bundeswirtschaftsministerium fünf Pilotprojekte im Rahmen seines Programms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“ und stellt dafür insgesamt 230 Mio. Euro bereit.
 
Das Konsortium „Designetz“

Verbundkoordinator: RWE Deutschland AG

Verbundpartner:

Backes SRT GmbH │ Bergische Universität Wuppertal │ Creos Deutschland GmbH │ Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz GmbH │ Deutsche Telekom AG │ Dortmunder Energie und Wasserversorgung GmbH │Energieagentur Rheinland-Pfalz │ Evonik Industries AG │ EWR Netz GmbH │ Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering │ Gas- und Wärme-Institut Essen e. V. │ GIP AG │ Hager Electro GmbH & Co. KG │ Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes │ Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft / RWTH Aachen University │ Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH │ IS Predict GmbH │ John Deere GmbH & Co. KG, European Technology Innovation Center │ Kommunale Netze Eifel AöR │ OFFIS e. V. – Institut für Informatik Oldenburg │ Pfalzwerke AG │ SAG GmbH │ Scheer GmbH │ Sirrix AG │ Stadtwerke Mainz AG │ Stadtwerke Saarlouis GmbH │ STEAG GmbH │ StoREgio Energiespeichersysteme e. V. │ Technische Universität Dortmund, Institut für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft │ Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen │Technische Werke Ludwigshafen │ Universität des Saarlandes │ VOLTARIS GmbH │ VSE Gruppe: VSE AG und energis-Netzgesellschaft mbH │ Westnetz GmbH

Assoziierte Institutionen/Unterauftragnehmer:

Amprion GmbH │ E.ON SE │ ELE Verteilnetz GmbH │ EWR AG │ EWR Neue Energien GmbH │Glen Dimplex Deutschland GmbH │ Solibra System Montage GmbH │ Trimet Aluminium SE │ Rhein Ruhr Power e. V. │ Energieagentur NRW │ Innovation City Management GmbH
 

Fritz Wilhelm
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Dienstag, 08.12.2015, 17:53 Uhr

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