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Enerige & Management > Bilanz - RWE sieht Strategie bestätigt
Bild: RWE
BILANZ:
RWE sieht Strategie bestätigt
Der Essener Konzern zeigt sich mit dem ersten Halbjahr 2017 zufrieden. Profitiert hat das Unternehmen von der Kraftwerksoptimierung und vom Energiehandel.
 
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 konnte die RWE AG ihr Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 6,7 % von 3,01 auf 3,21 Mrd. Euro steigern. Wie das Unternehmen mitteilte, gab der Außenumsatz leicht um 2,4 % von 23,89 auf 23,32 Mrd. Euro nach. Das bereinigte Nettoergebnis konnte dagegen um 35,3 % von 598 auf 809 Mio. Euro zulegen. Der Konzern begründete die positive Entwicklung mit dem verbesserten Kraftwerksgeschäft und mit dem wieder in die Gewinnzone zurückgekehrten Energiehandel.

"Wir haben das erste Halbjahr konsequent dazu genutzt, unser Unternehmen auf Basis unserer Strategie voranzubringen", erklärte Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. "Dazu gehören auch Zukunftsprojekte, um uns im Kerngeschäft Versorgungssicherheit erfolgreich zu positionieren." So habe der Konzern am Kraftwerksstandort im britischen Tilbury erste Planungsschritte eingeleitet, um Optionen zum Bau von Gaskraftwerken und eines Batteriespeichers zu schaffen. In den Niederlanden rüstet das Unternehmen Kraftwerke für den Einsatz von Biomasse um. Dieses staatlich geförderte Geschäft biete langfristig Sicherheit für Investitionen und Erträge, heißt es aus Essen. Eine weitere innovative Lösung sei die Vermarktung dezentraler Kapazitäten aus Notstromaggregaten durch den Energiehandel.

Insgesamt habe sich das Geschäft in der europäischen Stromerzeugung besser entwickelt als geplant. Zwar stünden die Konhlekraftwerke weiterhin unter Druck, doch die Margen und Einsatzzeiten der Gaskraftwerke lagen im Berichtszeitraum über den Erwartungen. Während die Eigenerzeugung leicht um 0,9 % von 107,1 auf 106,1 Mrd. kWh Strom zurückging, nahm die Absatzmenge um 0,1 % von 133,5 auf 133,7 Mrd. kWh zu. Der Gasabsatz verringerte sich um 2,7 % auf 141,8 Mrd. kWh.

Angesichts der positiven finanziellen Entwicklung konnte der Konzern seine Nettoschulden um 5,4 % auf 21,48 Mrd. Euro drücken. "RWE ist auf Kurs. Nach unserer aktuellen Planung werden wir das Geschäftsjahr am oberen Ende unserer Prognose abschließen", kündigte Schmitz an. Für das Gesamtjahr 2017 geht der Konzern unverändert davon aus, ein bereinigtes Ebitda von 5,4 bis 5,7 Mrd. Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,0 bis 1,3 Mrd. Euro zu erzielen.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Montag, 14.08.2017, 11:51 Uhr

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