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Energie & Management > Stromnetz - RWE nimmt Megabatterie in Betrieb
Batteriespeicher in Irland. Quelle: RWE
Stromnetz

RWE nimmt Megabatterie in Betrieb

Der Energiekonzern RWE hat ein Batteriesystem mit einer Gesamtleistung von 117 MW errichtet. Es besteht aus zusammen 420 Modulen mit Lithium-Ionen-Batterien.
Das in den vergangenen 14 Monaten errichtete Batteriesystem besteht aus zwei Anlagen an den Kraftwerksstandorte Lingen (Niedersachsen, 49 MWh) und Werne (Nordrhein-Westfalen, 79 MWh).

Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation, verwies darauf, dass es mit dem zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien innovative Speicherlösungen im industriellen Maßstab braucht, die einspringen, wenn Wind und Sonne gerade nicht liefern. „Was Größe und Technik betrifft, setzen wir mit unserer Megabatterie hierzulande Maßstäbe. Die fertiggestellten Batteriespeicher und unsere Wasserkraftwerke an der Mosel werden künftig Hand in Hand arbeiten und so helfen, das Stromnetz zu stabilisieren.“

Der Batteriespeicher soll virtuell mit den Laufwasserkraftwerken des Unternehmens entlang der Mosel gekoppelt werden. Durch gezieltes Hoch- oder Herunterregeln der Durchflussmenge kann zusätzliche Leistung als Regelenergie bereitgestellt werden. Das Investitionsvolumen für die Megabatterie wird mit rund 50 Millionen Euro beziffert.

Der Batteriespeicher hat bereits Strom ins Netz eingespeist und befindet sich aktuell im Probebetrieb. Der kommerzielle Betrieb soll in den nächsten Tagen anlaufen, wie es in einer RWE-Mitteilung heißt. Tests der selbstentwickelten Software für die intelligente Kopplung mit den Moselkraftwerken verliefen erfolgreich. Der reguläre Einsatz ist im Frühjahr geplant. Durch die Nutzung von Flächen an bestehenden Kraftwerksstandorten können die Batterien Strom über bestehende Netzinfrastruktur ein- und ausspeisen.

RWE betreibt nach eigenen Angaben aktuell Batteriespeicherprojekte mit einer installierten Leistung von rund 270 MW (280 MWh) und setzt weltweit Batteriespeicherprojekte mit einer Leistung von mehr als 700 MW (1.700 MWh) um. Ziel sind bis 2030 rund 3.000 MW.
 

In Deutschland hat der Energiekonzern Ende 2022 die Investitionsentscheidung für ein 220 MW-Batteriespeicherprojekt (235 MWh) mit virtueller Steuerung in Neurath und Hamm getroffen und eine Solaranlage mit integriertem Batteriespeicher im Braunkohlentagebau Inden in Betrieb genommen. Zwei vergleichbare Anlagen entstehen im Tagebau Garzweiler. In anderen Projekten setzt RWE Speicher aus gebrauchten Elektroauto-Batterien („Second Life“) oder Flüssigbatterien, sogenannte Redox Flow-Systeme, ein. 

Montag, 9.01.2023, 16:17 Uhr
Günter Drewnitzky
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Batteriespeicher in Irland. Quelle: RWE
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RWE nimmt Megabatterie in Betrieb
Der Energiekonzern RWE hat ein Batteriesystem mit einer Gesamtleistung von 117 MW errichtet. Es besteht aus zusammen 420 Modulen mit Lithium-Ionen-Batterien.
Das in den vergangenen 14 Monaten errichtete Batteriesystem besteht aus zwei Anlagen an den Kraftwerksstandorte Lingen (Niedersachsen, 49 MWh) und Werne (Nordrhein-Westfalen, 79 MWh).

Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation, verwies darauf, dass es mit dem zunehmenden Ausbau der erneuerbaren Energien innovative Speicherlösungen im industriellen Maßstab braucht, die einspringen, wenn Wind und Sonne gerade nicht liefern. „Was Größe und Technik betrifft, setzen wir mit unserer Megabatterie hierzulande Maßstäbe. Die fertiggestellten Batteriespeicher und unsere Wasserkraftwerke an der Mosel werden künftig Hand in Hand arbeiten und so helfen, das Stromnetz zu stabilisieren.“

Der Batteriespeicher soll virtuell mit den Laufwasserkraftwerken des Unternehmens entlang der Mosel gekoppelt werden. Durch gezieltes Hoch- oder Herunterregeln der Durchflussmenge kann zusätzliche Leistung als Regelenergie bereitgestellt werden. Das Investitionsvolumen für die Megabatterie wird mit rund 50 Millionen Euro beziffert.

Der Batteriespeicher hat bereits Strom ins Netz eingespeist und befindet sich aktuell im Probebetrieb. Der kommerzielle Betrieb soll in den nächsten Tagen anlaufen, wie es in einer RWE-Mitteilung heißt. Tests der selbstentwickelten Software für die intelligente Kopplung mit den Moselkraftwerken verliefen erfolgreich. Der reguläre Einsatz ist im Frühjahr geplant. Durch die Nutzung von Flächen an bestehenden Kraftwerksstandorten können die Batterien Strom über bestehende Netzinfrastruktur ein- und ausspeisen.

RWE betreibt nach eigenen Angaben aktuell Batteriespeicherprojekte mit einer installierten Leistung von rund 270 MW (280 MWh) und setzt weltweit Batteriespeicherprojekte mit einer Leistung von mehr als 700 MW (1.700 MWh) um. Ziel sind bis 2030 rund 3.000 MW.
 

In Deutschland hat der Energiekonzern Ende 2022 die Investitionsentscheidung für ein 220 MW-Batteriespeicherprojekt (235 MWh) mit virtueller Steuerung in Neurath und Hamm getroffen und eine Solaranlage mit integriertem Batteriespeicher im Braunkohlentagebau Inden in Betrieb genommen. Zwei vergleichbare Anlagen entstehen im Tagebau Garzweiler. In anderen Projekten setzt RWE Speicher aus gebrauchten Elektroauto-Batterien („Second Life“) oder Flüssigbatterien, sogenannte Redox Flow-Systeme, ein. 

Montag, 9.01.2023, 16:17 Uhr
Günter Drewnitzky

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