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Enerige & Management > F&E - RWE koppelt Batteriespeicher mit Laufwasserkraftwerk
Quelle: E&M/Jonas Rosenberger
F&E:
RWE koppelt Batteriespeicher mit Laufwasserkraftwerk
Der Energiekonzern RWE will Batteriespeicher und Laufwasserkraftwerke virtuell so verknüpfen, dass die Anlagen mehr Flexibilitäten zur Verfügung stellen können.
 
An den Kraftwerksstandorten in Lingen (Niedersachsen) und Werne (Nordrhein-Westfalen) soll bis Ende 2022 ein Batteriesystem mit einer Gesamtleistung von insgesamt 117 MW entstehen, teilte RWE mit. Die Batterien werden hierbei virtuell mit den RWE-Laufwasserkraftwerken entlang der Mosel gekoppelt.

Durch das Hoch- und Herunterregeln der Durchflussmenge an diesen Anlagen könne der Energieversorger so zusätzliche Leistung als Regelenergie bereitstellen. Durch die Kopplung lässt sich laut RWE die Gesamtleistung der Batterien um gut 15 % steigern. Das Investitionsvolumen für das Vorhaben beträgt rund 50 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme wird für Ende 2022 angestrebt.

Das geplante System umfasst 420 Lithium-Ionen-Batterie-Racks, eingehaust in 47 Überseecontainern, die sich auf zwei RWE-Kraftwerksstandorte verteilen. Die Anlage am Gersteinwerk in Werne wird über eine Leistung von 72 MW verfügen, die am Standort Emsland in Lingen kommt auf 45 MW.

"Batteriespeicher sind unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende. Sie helfen dabei, die Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, die mit dem wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien zunehmen", erklärte Roger Miesen, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation.

"Der Kraftwerksstandort Lingen ist ein Musterbeispiel für die Energiewende. Es ist beeindruckend, wie schnell hier die Transformation von einer herkömmlichem Stromproduktion hin zu einer modernen, klimafreundlichen Energiewelt vorangetrieben wird", teilte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) dazu mit.
 

Heidi Roider
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