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Enerige & Management > Gas - Russland stoppt Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien
Quelle: Fotolia / WoGi
GAS:
Russland stoppt Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien
Polen und Bulgarien bekommen kein russisches Gas mehr. Direkte Auswirkungen auf die deutsche Versorgungssicherheit haben diese Schritte aktuell nicht. 
 
(dpa) − Russland hat seine Gaslieferungen nach Polen sowie Bulgarien eingestellt und verschärft die Spannungen mit dem Westen damit weiter. Aus Warschau hieß es, man sei auf den Gasstopp vorbereitet. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium verlautete, die Versorgung in Deutschland sei gewährleistet.

Polens Klimaministerin Anna Moskwa erklärte, seit Mittwochmorgen, 27. April, fließe kein russische Gas mehr durch die Jamal-Pipeline nach Polen. Die Auswirkungen des Lieferstopps seien gering. Seit den ersten Tagen des Ukraine-Krieges habe Warschau betont, dass es für eine vollständige Unabhängigkeit von russischen Rohstoffen bereit sei. 

Der Bevollmächtigte der polnischen Regierung für strategische Energieinfrastruktur, Piotr Naimski, versicherte, dass nach Deutschland weiter Gas über Nord Stream 1 fließe. Die Versorgungssicherheit in Deutschland sei derzeit weiter gewährleistet, sagte eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nach der Nachricht aus Polen.

Auch Bulgarien habe Schritte zur alternativen Gasversorgung unternommen, teilte das Energieministerium in Sofia mit. Vorerst sei keine Begrenzung des Gasverbrauchs notwendig. Man habe seine Verpflichtungen vollkommen erfüllt und alle Zahlungen für russisches Gas rechtzeitig und strikt getätigt, die der laufende Vertrag erfordert, heißt es in der Mitteilung weiter. 

Ein örtliches Onlineportal hatte berichtet, dass die Gaszahlung für Mai auf die bisher übliche Weise erfolgt sei, und nicht wie von Gazprom gefordert, über zwei neu eröffnete Konten bei der Gazprom-Bank in Dollar und in Rubel. Auch Polen will Erdgas nicht wie von Russland gefordert über diese Kontenlösung in Rubel bezahlen. Ende März hatte Kremlchef Wladimir Putin gefordert, dass mit Wirkung zum 1. April westliche Staaten Konten bei der Gazprom-Bank eröffnen müssten, um russische Gaslieferungen zu bezahlen. Andernfalls würden diese für die "unfreundlichen" Länder eingestellt. 
 

dpa
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Mittwoch, 27.04.2022, 08:04 Uhr

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