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Enerige & Management > Vertrieb - Rolls-Royce führt Energy-as-a-Service ein
Quelle: Rolls-Royce Power Systems AG
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Rolls-Royce führt Energy-as-a-Service ein
Rolls-Royce hat eine Zusammenarbeit mit der Investmentgesellschaft Sustainable Development Capital LLP (SDCL) vereinbart. Gemeinsam wollen sie  Energy-as-a-Service-Lösungen anbieten.
 
Über das neue Angebot will Rolls-Royce eine Abonnementdienstleistung ermöglichen, sodass die Kunden nicht mehr im Voraus die Infrastruktur finanzieren oder das System selbst betreiben müssen. Die Vereinbarung mit SDCL hat der Hersteller von Motoren und Energiesysteme mit Sitz in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) am 11. November auf der Weltklimakonferenz (COP26) in Glasgow unterzeichnet, teilte Rolls-Royce am 12. November mit.

"Energie als Dienstleistung, bei der ein Kunde für Wärme und Strom im Rahmen eines Abonnementmodells zahlt, stellt eine potenziell sehr attraktive Möglichkeit dar, den Zugang zu nachhaltiger Energie zu verbessern", erklärt Perry Kuiper, President Sustainable Power Solutions bei Rolls-Royce Power Systems. SDCL hat nach eigenen Angeben viel Erfahrung in der Entwicklung und Finanzierung von Energieinfrastrukturprojekte in Großbritannien, Kontinentaleuropa, Nordamerika und Asien. Rolls-Royce verfügt über seinen Geschäftsbereich Power Systems über ein Portfolio an Microgrid-Systemen, die erneuerbare Energiequellen wie Solar- und Windenergie mit Batteriecontainern und Aggregaten der Marke MTU kombinieren, um eine zuverlässige Stromerzeugung zu gewährleisten.

Nach Ansicht von Rolls-Royce bieten sich Energy-as-a-Service-Projekte an, um zum Beispiel klimafreundliche Energie für Gemeinden in abgelegenen Gebieten bereitzustellen, die nicht an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen sind, in Industrieparks, die mit Ökostrom und Notstrom versorgt werden wollen, oder für Bergwerke, die alte Anlagen ersetzen wollen.

"Energy-as-a-Service ist vor allem für Unternehmen interessant, die ihre Energieversorgung an neue Gegebenheiten anpassen müssen − sei es eine Erweiterung, für die mehr Strom benötigt wird, oder eine Anpassung an neue gesetzliche Vorgaben, wie etwa Emissionsrichtlinien", erklärt Andreas Görtz, Vice President Power Generation bei Rolls-Royce Power Systems. "Da dies oft mit Investitionen in Anlagen wie einem Microgrid verbunden ist, deren Betrieb Fachwissen erfordert, ist es für die Kunden eine Herausforderung, dies selbst zu tun. Indem wir Energy-as-a-Service anbieten, können wir ihnen helfen, diese Herausforderung zu meistern."

Das Portfolio der Energiesysteme, die über Energy-as-a-Service zur Versorgung zur Verfügung gestellt werden können, reicht von kleineren Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) über Batteriespeicher bis hin zu komplexen Microgrid-Lösungen. Die bestehende MTU-Produktpalette werde zudem in den kommenden Jahren um neue Technologien wie wasserstoffbetriebene Motoren, Brennstoffzellensysteme und Verbrennungsmotoren, die mit nachhaltigen Kraftstoffen wie E-Diesel und hydriertem Pflanzenöl (HVO) betrieben werden können, erweitert.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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