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Enerige & Management > Berlin - Rekommunalisierung der Gasag gescheitert
Bild: Gasag
BERLIN:
Rekommunalisierung der Gasag gescheitert
Berlin wird das vor 20 Jahren verkaufte Erdgas- und Wärmeunternehmen Gasag nicht zurückkaufen.
 
Die Verhandlungen über den Rückkauf der Gasag durch die Stadt Berlin sind gescheitert. Mit den drei Eigentümern Eon, Vattenfall uhnd Engie sei keine Einigung über den Verkauf von Anteilen erzielt worden, bestätigte Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen. Auch ein erneutes Gespräch vor einigen Tagen habe daran nichts ändern können, so der SPD-Finanzsenator. Vattenfall und Engie hatten zuvor mehrfach erklärt, dass sie ihre Anteile nicht verkaufen wollen. Kollatz-Ahnen will nun in der nächsten Senatssitzung am 14. Juni Vorschläge über das weitere Vorgehen vorlegen.

In den 1990er Jahren hatte Berlin seine Anteile an der Gasag verkauft, zuletzt wollte das Land aber wieder mehr Kontrolle über die Grundversorgung erhalten. Deshalb hatte sich das Land Berlin um eine engere Kooperation bei der Gasversorgung mit dem Energiekonzern Eon bemüht. Eon hält 37 % der Gasag-Anteile. Die beiden anderen Miteigentümer Vattenfall und die französische Engie-Gruppe hatten eine solche Kooperation aber abgelehnt. Vattenfall hatte seinerseits angeboten, das Berliner Gasnetz in eine eigene Netzgesellschaft auszugliedern, an der sich Berlin mit 51 % hätte beteiligen können. Vattenfalls Deutschland-Chef Tuomo Hatakka hatte diesen Vorschlag am 8. Juni nochmals bekräftigt. Allerdings war es zuletzt zwischen Gasag und dem Land Berlin zu Verstimmungen gekommen, nachdem die Gasnetzkonzession an eine landeseigene Gesellschaft vergeben worden war. Gegen diese Entscheidung hatte die Gasag juristische Schritte angekündigt und in erster Instanz gewonnen. Kollatz-Ahnen wies darauf hin, dass nun zunächst die anstehenden Entscheidungen der Gerichte abgewartet werden müssen. Das Verfahren liegt gegenwärtig beim Berliner Kammergericht.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 08.06.2016, 16:54 Uhr

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