• Leichte Preisabgaben auf hohem Niveau
  • Verbände fordern Nachbesserungen am EEG-Entwurf für PV
  • Streit um die Zukunft der Kleinwasserkraft voll entbrannt
  • Hamburg Wasser weitet Erneuerbaren-Produktion stark aus
  • Finanzierung für erste Offshore-Turbine mit Wasserstoff gesichert
  • EU-Staaten und Parlament einigen sich auf Mindestfüllstände
  • Schwedische Erweiterung von "Kriegers Flak" genehmigt
  • Österreichisches Parlament beschließt Paket zur Gasversorgung
  • 14 Ideen des BDEW für Technologiehochlauf
  • Entlastung von Mietenden beim CO2-Preis in Abstimmung
Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Reichweite und Ladeinfrastruktur als Gamechanger
Quelle: Lichtblick
ELEKTROFAHRZEUGE:
Reichweite und Ladeinfrastruktur als Gamechanger
Der Anteil der Deutschen, der sich bei ihrem nächsten Autokauf ein reines Elektroauto entscheiden würden, hat sich verdoppelt. Das Gros würde jedoch ein Hybridfahrzeug wählen.
 
Ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb sein Eigen zu nennen, kommt für immer mehr Deutsche infrage. Rund 15 % würden bei ihrem nächsten Autokauf ein reines Elektrofahrzeug bevorzugen. Im vergangenen Jahr waren es noch 6 %. Der Anteil derjenigen, die ein Hybridfahrzeug wählen würden, stieg von 26 % (2021) auf rund 40 %. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle "Deloitte Globale Automotive Consumer Study 2022" des Beratungshauses Deloitte.

Aufwind bekommt das gestiegene Interesse an Elektrofahrzeugen vor allem von den Kosten für Benzin und Diesel. Harald Proff, bei Deloitte Leiter Automobilindustrie, erklärt: "Niedrigere Treibstoffkosten sind eines der zentralen Argumente für den Kauf eines Elektroautos und wurden bei unserer Befragung als zweitwichtigster Faktor genannt." Proff hält es für absehbar, dass sich diese Entwicklung angesichts der weiter steigenden Preise an der Tankstelle noch beschleunigen wird.

Noch häufiger geben die Befragten die Sorge um das Klima als Grund für den Elektroautokauf an (61 %). 46 % motiviert die bestehende staatliche Förderung zum Kauf eines Elektrofahrzeuges.

Die Reichweite gilt nach wie vor als maßgebliches Kriterium für die Akzeptanz der Elektromobilität. Hier seien die Erwartungen der befragten Probanden hochgesteckt, wie Deloitte mitteilt. Als kritische Zielmarke für ein Ja zum Kauf eines Elektroautos würden 616 Kilometer − die Strecke zwischen München und Düsseldorf − gelten. Die Befragten geben an, diese mit einem vollgeladenen Stromer ohne Unterbrechung fahren zu wollen.

Als weitere Hemmschuhe der Elektromobilität wurden die Ladeinfrastruktur (14 %) und die höheren Anschaffungskosten (12 %) genannt. Proff: "Reichweite, Ladeinfrastruktur und geringere Anschaffungskosten sind unabdingbare Voraussetzungen, um die Elektromobilität massentauglich zu machen. Wenn diese nicht gegeben sind, wird sie trotz der aktuell steigenden Verkaufszahlen in weiten Teilen der Gesellschaft nicht ankommen." Mit Blick auf das Ziel der EU, ab 2035 keine neuen fossil betriebenen Fahrzeuge mehr zuzulassen, ist es seiner Ansicht nach wichtig, dass sowohl die Unternehmen als auch der Staat die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. 

Die "Global Automotive Consumer Study" ist eine Umfrage, die das Beratungshaus Deloitte seit 2010 regelmäßig durchführt. Im Herbst 2021 hat Deloitte mehr als 26.000 Menschen aus 25 Ländern zu Themen und Trends in der Automobilindustrie befragt. In Deutschland nahmen über 1.500 Probanden über 18 Jahre an der Befragung teil.
 

Davina Spohn
Redakteurin
+49 (0) 8152 9311 18
eMail
facebook
© 2022 Energie & Management GmbH
Dienstag, 25.01.2022, 13:07 Uhr

Mehr zum Thema