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Energie & Management > Politik - Regierungsberater: Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen
Quelle: Georg Eble
Politik

Regierungsberater: Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fordert die Bundesregierung auf, Nachhaltigkeit zum strategischen Leitprinzip ihres gesamten Regierungshandelns zu machen.
In seiner aktuellen Stellungnahme „Nachhaltigkeit weiterdenken – Zukunft gestalten“ bekräftigt und präzisiert das Gremium seine bereits im Frühjahr 2025 vorgelegten Empfehlungen und mahnt ein entschlosseneres, ressortübergreifend abgestimmtes Vorgehen an.

Der RNE ist ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung und setzt sich aus 15 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen. Er wird seit 2001 alle drei Jahre neu berufen und berät die Bundesregierung mit dem Ziel, langfristige Grundlagen für eine nachhaltige, generationengerechte Entwicklung zu schaffen.

Kern der Stellungnahme ist die Aufforderung, politische Prioritäten systematisch an den Nachhaltigkeitszielen auszurichten. Öffentliche Mittel sollten langfristig, investiv und generationengerecht eingesetzt werden, während zugleich private Investitionen gezielt mobilisiert werden müssten. Der RNE betont, dass Nachhaltigkeit Wettbewerbsfähigkeit sichern, Resilienz stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern könne, wenn Zielkonflikte offen benannt und fair gelöst würden.

Dazu zählt auch ein erweitertes Sicherheitsverständnis, das neben Verteidigungsfragen resilientere Lieferketten, Klimarisiken und den Schutz demokratischer Strukturen umfasst. Nachhaltigkeit wird damit ausdrücklich als strategische Antwort auf eine sich zuspitzende Weltlage verstanden.

Die Empfehlungen gliedern sich in acht Handlungsfelder:

1. In der Regierung abgestimmt handeln
Nachhaltigkeitsziele sollen ressortübergreifend verbindlich verankert und durch kohärentes Regierungshandeln umgesetzt werden.

2. Verlässlichen Rahmen für Finanzen schaffen
Der RNE fordert generationengerechte Staatsfinanzen und investive Ausgaben, die öffentliche und private Mittel auf Nachhaltigkeitsziele ausrichten.

3. Wandel klug gestalten
Der Umbau von Wirtschaft und Energiesystem soll planbar, innovationsorientiert und sozial ausgewogen erfolgen.

4. Klimaresilienz aufbauen
Wirtschaft, Städte und kritische Infrastruktur müssen systematisch gegen Klimafolgen abgesichert werden.

5. Spaltung entgegenwirken
Bildung, Beteiligung und demokratische Kompetenzen sollen gestärkt werden, um gesellschaftlichem Zusammenhalt entgegenzuwirken.

6. Verteilungskonflikten offen begegnen
Lasten und Kosten des Wandels sollen transparent benannt und fair verteilt werden, um Akzeptanz zu sichern.

7. Europäische Union stärken
Deutschland soll innerhalb der Europäischen Union stärker koordiniert handeln und Nachhaltigkeit als gemeinsames Leitprinzip vorantreiben.

8. Weltweit gemeinsam Ziele realisieren
Internationale Institutionen und Partnerschaften sollen gestärkt werden, um globale Nachhaltigkeitsziele gemeinsam umzusetzen.

Gerade mit Blick auf eine sich zuspitzende geopolitische Lage, wirtschaftliche Stagnation, wachsende soziale Spannungen sowie die fortschreitende Klima- und Biodiversitätskrise sollte Nachhaltigkeit zum strategischen politischen Kompass werden, schreibt der RNE.

Die Stellungnahme „Nachhaltigkeit weiterdenken – Zukunft gestalten“ kann auf der Internetseite des Rates für Nachhaltige Entwicklung heruntergeladen werden.

Donnerstag, 8.01.2026, 16:18 Uhr
Stefan Sagmeister
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Quelle: Georg Eble
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Regierungsberater: Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fordert die Bundesregierung auf, Nachhaltigkeit zum strategischen Leitprinzip ihres gesamten Regierungshandelns zu machen.
In seiner aktuellen Stellungnahme „Nachhaltigkeit weiterdenken – Zukunft gestalten“ bekräftigt und präzisiert das Gremium seine bereits im Frühjahr 2025 vorgelegten Empfehlungen und mahnt ein entschlosseneres, ressortübergreifend abgestimmtes Vorgehen an.

Der RNE ist ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung und setzt sich aus 15 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen. Er wird seit 2001 alle drei Jahre neu berufen und berät die Bundesregierung mit dem Ziel, langfristige Grundlagen für eine nachhaltige, generationengerechte Entwicklung zu schaffen.

Kern der Stellungnahme ist die Aufforderung, politische Prioritäten systematisch an den Nachhaltigkeitszielen auszurichten. Öffentliche Mittel sollten langfristig, investiv und generationengerecht eingesetzt werden, während zugleich private Investitionen gezielt mobilisiert werden müssten. Der RNE betont, dass Nachhaltigkeit Wettbewerbsfähigkeit sichern, Resilienz stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern könne, wenn Zielkonflikte offen benannt und fair gelöst würden.

Dazu zählt auch ein erweitertes Sicherheitsverständnis, das neben Verteidigungsfragen resilientere Lieferketten, Klimarisiken und den Schutz demokratischer Strukturen umfasst. Nachhaltigkeit wird damit ausdrücklich als strategische Antwort auf eine sich zuspitzende Weltlage verstanden.

Die Empfehlungen gliedern sich in acht Handlungsfelder:

1. In der Regierung abgestimmt handeln
Nachhaltigkeitsziele sollen ressortübergreifend verbindlich verankert und durch kohärentes Regierungshandeln umgesetzt werden.

2. Verlässlichen Rahmen für Finanzen schaffen
Der RNE fordert generationengerechte Staatsfinanzen und investive Ausgaben, die öffentliche und private Mittel auf Nachhaltigkeitsziele ausrichten.

3. Wandel klug gestalten
Der Umbau von Wirtschaft und Energiesystem soll planbar, innovationsorientiert und sozial ausgewogen erfolgen.

4. Klimaresilienz aufbauen
Wirtschaft, Städte und kritische Infrastruktur müssen systematisch gegen Klimafolgen abgesichert werden.

5. Spaltung entgegenwirken
Bildung, Beteiligung und demokratische Kompetenzen sollen gestärkt werden, um gesellschaftlichem Zusammenhalt entgegenzuwirken.

6. Verteilungskonflikten offen begegnen
Lasten und Kosten des Wandels sollen transparent benannt und fair verteilt werden, um Akzeptanz zu sichern.

7. Europäische Union stärken
Deutschland soll innerhalb der Europäischen Union stärker koordiniert handeln und Nachhaltigkeit als gemeinsames Leitprinzip vorantreiben.

8. Weltweit gemeinsam Ziele realisieren
Internationale Institutionen und Partnerschaften sollen gestärkt werden, um globale Nachhaltigkeitsziele gemeinsam umzusetzen.

Gerade mit Blick auf eine sich zuspitzende geopolitische Lage, wirtschaftliche Stagnation, wachsende soziale Spannungen sowie die fortschreitende Klima- und Biodiversitätskrise sollte Nachhaltigkeit zum strategischen politischen Kompass werden, schreibt der RNE.

Die Stellungnahme „Nachhaltigkeit weiterdenken – Zukunft gestalten“ kann auf der Internetseite des Rates für Nachhaltige Entwicklung heruntergeladen werden.

Donnerstag, 8.01.2026, 16:18 Uhr
Stefan Sagmeister

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