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Bild: Hamburg Energie/Ulrich Mertens
EEG-REFORM:
Rahmen für regionalen Ökostrom festgelegt
Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 11. März ein Eckpunktepapier für die regionale Grünstromkennzeichnung vorgelegt.
 
Viele Marktteilnehmer, die Strom aus geförderten erneuerbaren Energien an Kunden in ihrer Region verkaufen, wollen diesen auch als regionalen Grünstrom vermarkten. Bislang kann Strom aus Anlagen, die nach dem EEG 2014 gefördert worden sind, aufgrund des Doppelvermarktungsverbots nicht direkt als Grünstrom an Kunden in der Region vermarktet werden. Die Vermarktung des Stroms hängt unmittelbar mit der Finanzierung zusammen und die wird bei EEG-Anlagen über die EEG-Umlage von allen Stromkunden in Deutschland gesichert.

Mit dem Eckpunktepapier stellt das Bundeswirtschaftsministerium nun ein Modell vor, das neben der EEG-Förderung auch eine regionale Grünstromkennzeichnung ermöglicht. Dazu werden die bestehende Möglichkeiten zur Stromkennzeichnung erweitert. So soll das System energiewirtschaftlich sinnvoll sein und die EEG-Umlage nicht zusätzlich belastet werden. Außerdem soll das System zur Kennzeichnung möglichst einfach sein und über ein Herkunftsnachweisregister transparent und glaubwürdig sein.

„Ziel der regionalen Grünstromkennzeichnung ist es, die Akzeptanz der Energiewende vor Ort zu erhöhen“, unterstrich Staatssekretär Rainer Baake. Energieversorger, die die regionale Kennzeichnung nutzen wollen, dürfen danach ihren Kunden die konkreten Anlagen, aus denen sie ihren Strom beziehen, in der Region nennen. Dadurch könnten Stromkunden einen direkten Bezug zu den Anlagen und damit zum Ausbau der erneuerbarer Energien in ihrer Region herstellen. Dies soll die Akzeptanz der Energiewende erhöhen und die Ausweisung neuer Flächen für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien erleichtern.

Das Eckpunktepapier fließt in das Gesetzgebungsverfahren zur EEG-Novelle 2016 mit ein. Die Möglichkeit zur regionalen Grünstromkennzeichnung soll fester Bestandteil des neuen Gesetzes werden, das noch vor der Sommerpause beschlossen werden soll. Die neuen Rahmenbedingungen für die regionale Grünstromkennzeichnung hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf seiner Internetseite unter www.bmwi.de   zum Download bereitgestellt.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Freitag, 11.03.2016, 15:31 Uhr

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