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Enerige & Management > Studien - Projektgruppe untersucht Smart Metering-Potentiale für KMU 
Quelle: Fotolia / JiSign
STUDIEN:
Projektgruppe untersucht Smart Metering-Potentiale für KMU 
Das Projekt „Smart Metering in KMU“ soll kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, intelligente Messsysteme erfolgreich einzusetzen.
 
Wie nutzen kleine und mittelständische Unternehmen intelligente Messsysteme (Smart Meter)? Und wie können sie dabei unterstützt werden, sie optimal einzusetzen? Diesen Fragen geht eine transdisziplinäre Forschungsgruppe unter Beteiligung der TH Köln (als Konsortialführer), der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, der Green Pocket GmbH und der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) nach. Als erster Schritt ist nun eine Marktanalyse geplant, die einen Überblick über den Einsatz von intelligenten Messsystemen und Energiemanagementsystemen in KMU geben soll. 

„Intelligente Messsysteme bieten viele Möglichkeiten für einen Optimierung des Energieverbrauchs“, sagt Stefan Schulze-Sturm, Leiter Forschungsprojekte bei ASEW. „Gerade KMU können davon enorm profitieren − was den Bereich natürlich für Stadtwerke sehr interessant macht.“ 

Vergleichende Anwendungstests geplant

Das Projekt „Smart Metering in KMU“ ist Teil des Virtuellen Instituts Smart Energy (VISE), der Forschungsplattform für die Digitalisierung der Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Im weiteren Verlauf des Projektes seien transdisziplinäre Anwendungstests mit KMU in unterschiedlichen Versuchsgruppen geplant, teilt die TH Köln mit. Ein Teil der KMU solle zusätzlich zum Messsystem eine kommerzielle Energiemanagementsoftware der Green Pocket GmbH zur Visualisierung der Energie- und Lastflüsse erhalten.

Eine weitere Gruppe werde mit dem Messansatz des VISE-Instituts, bestehend aus einem mobilen Messkoffer und der im Rahmen des VISE entwickelten „VISEABLE“-Softwarelösung zur Visualisierung von Energieflüssen begleitet. Durch die vergleichende Analyse der Dienste ließen sich die Stärken und Schwächen der jeweiligen Ansätze herausarbeiten, nutzerspezifische Bedarfe identifizieren und Maßnahmen der Kommunikation entwickeln. Das Ziel sei, die Effizienzpotentiale der nun zertifizierten Messsysteme für KMU abzuleiten und Strategien zur Begleitung der Unternehmen zu entwickeln. 

Entstehen sollen in dem Projekt, das bis Dezember 2024 läuft, neben wissenschaftlichen Beiträgen auch ein Best-Practice-Film über Handlungsoptionen für KMU sowie Handlungsempfehlungen für den Transfer der Ergebnisse.
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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Mittwoch, 29.06.2022, 14:11 Uhr

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