Quelle: playgroundai.com
PPC hat mit 13 Partnern ein Verfahren getestet, das die Kopplung von Steuerungstechnik und steuerbaren Anlagen automatisieren und zusätzliche Vor-Ort-Termine vermeiden soll.
Power Plus Communications (PPC) hat auf dem EEBUS Summit & Plugfest 2026 in Köln mit 13 Partnerunternehmen den EEBUS SHIP Pairing Service getestet. Nach Angaben des Unternehmens ließen sich die beteiligten Systeme dabei mit dem „Smart Meter Gateway Plus“ des Anbieters oder mit dessen CLS-Adapter-Steuerung koppeln und Steuersignale übertragen. Dies geht aus einer Mitteilung von PPC hervor.
Für den Steuerrollout ist vor allem der Inbetriebnahmeprozess relevant. Steuerungseinrichtungen des Messstellenbetreibers müssen mit Wärmepumpen, Ladeeinrichtungen, Speichern oder einem Heimenergiemanagementsystem verbunden und gegenseitig authentifiziert werden. Ohne ein automatisiertes Verfahren könne dafür nach der Installation der Anlage ein weiterer Vor-Ort-Termin notwendig werden, heißt es in der Mitteilung.
Der EEBUS SHIP Pairing Service soll diesen Schritt automatisieren. Der Installateur erfasst bei der Installation die EEBUS-Zugangsdaten der steuerbaren Anlage. Diese werden im vorgesehenen Anmeldeprozess weitergegeben. Erhält der Messstellenbetreiber anschließend den Auftrag zur Herstellung der Steuerbarkeit, können die Daten in die Steuerungseinrichtung eingespielt werden.
Ein darin enthaltener digitaler Schlüssel diene dazu, die beteiligten Systeme automatisch gegeneinander zu authentifizieren und zu koppeln. Eine zusätzliche manuelle Bestätigung vor Ort soll damit entfallen.
Der VDE FNN sieht das SHIP Pairing nach Angaben von PPC als Zielprozess für die Verbindung von Steuerungseinrichtungen mit Verbrauchs- oder Erzeugungsanlagen sowie Energiemanagementsystemen vor. Für einen Rollout über verschiedene Hersteller hinweg komme es darauf an, dass deren Geräte und Systeme miteinander kommunizieren können.
PPC testete das Verfahren deshalb mit unterschiedlichen Anlagen- und HEMS-Anbietern. Nach Unternehmensangaben wiesen Systeme von Beeker Tech, Bosch Thermotechnik, Consolinno Energy, enjoyelec, Enyo, Fronius, Hosenso, Kostal Solar Electric, Mennekes Elektrotechnik, Reduxi, Symcon, TQ Systems und Vaillant die Interoperabilität mit der PPC-Technik nach. Geprüft wurden sowohl das Pairing als auch die anschließende Übermittlung von Steuersignalen.
PPC-Technikchef Janosch Wagner verwies darauf, dass bei einer großen Zahl steuerbarer Anlagen manuelle Einzelschritte zum Hemmnis werden könnten. „Wenn Millionen steuerbarer Anlagen ins Energiesystem eingebunden werden, darf ihre Inbetriebnahme nicht an manuellen Einzelschritten hängen“, so Wagner. Mit dem automatisierten SHIP Pairing habe man gemeinsam mit den Partnern zeigen können, dass dieser Prozess standardisiert, einfach und herstellerübergreifend funktionieren kann.
Julian Zilg, Teamleiter CLS-Produkte, erklärte, das automatisierte Pairing solle insbesondere den Aufwand an der Schnittstelle zwischen Installateur, Messstellenbetreiber und Anlagenbetreiber verringern.
Die Tests sind Teil der Initiative PPC Connect, mit der das Unternehmen das Zusammenspiel seiner Smart-Meter- und Steuerungstechnik mit Lösungen anderer Hersteller prüft. (fw)
Mittwoch, 7.10.2026, 17:05 Uhr
Fritz Wilhelm
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