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Enerige & Management > Vertrieb - PPA im weltweiten Vergleich
Bild: Africa Studio / Fotolia
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PPA im weltweiten Vergleich
Langfristige Stromlieferverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPA), werden immer populärer. Die Berater von Rödl & Partner haben eine Länderübersicht dazu veröffentlicht.
 
PPA gelten vor allem für Wind- und Photovoltaikparks als eine Möglichkeit für die Vermarktung des produzierten Ökostroms. Das Beratungshaus Rödl & Partner hat dazu eine Übersicht über die Situation in acht Ländern und dem Baltikum veröffentlicht. „Der PPA-Markt ist noch jung und bisher auf wenige Ländern begrenzt“, heißt es in der Marktübersicht „Corporate PPA erfolgreich gestalten“.

Bislang hätten Unternehmen vor allem in den skandinavischen Ländern sowie in Polen, Großbritannien und Spanien in PPA investiert. Allerdings will die EU demnächst einige Hemmnisse beseitigen, um so eine Vereinheitlichung und einen Abbau der administrativen Hürden auch für Erneuerbare-PPA zu gewährleisten.

In Deutschland sehen vor allem Anlagenbetreiber, deren Anlagen demnächst aus dem staatlichen Fördersystem der EEG-Umlage herausfallen, PPA als eine Möglichkeit, ihre Anlagen profitabel weiter zu betreiben. Allerdings „ist der Einfluss von PPA-Modellen auf den deutschen Markt bisher marginal“.

Das PPA-Volumen in Deutschland habe 2017 laut Studien lediglich 10 MW betragen. Doch das Potenzial in Deutschland ist durchaus vorhanden. Denn vom Wegfall der EEG-Vergütung seien allein im Jahr 2021 mehr als 5 700 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 4 500 MW betroffen, in den Folgejahren jeweils 2 000 bis 3 000 MW. Laut Rödl und Partner sprechen aktuelle Trends dafür, „dass Corporate PPA auch in Deutschland ein Zukunftsmodell für die Refinanzierung regenerativer Erzeugungsanlagen werden.“

Neben dem deutschen Markt werden die Chancen von PPA in den baltischen Staaten, Brasilien, Italien, Kenia, Polen Spanien, Südafrika und der Tschechischen Republik beschrieben. Die Marktübersicht „Corporate PPA erfolgreich gestalten“ ist auf Anfrage kostenlos bei Anton Berger (anton.berger@roedl.com   )
von Rödl und Partner erhältlich.
 

Stefan Sagmeister
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Montag, 19.11.2018, 12:36 Uhr

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