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Enerige & Management > Gas - Power-to-Gas systematisch aufbauen
Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
Power-to-Gas systematisch aufbauen
Der DVGW plädiert dafür, dass Erdgas und die Gasinfrastruktur eine zentrale Rolle bei der Neugestaltung der Energielandschaft spielen.
 
Im Kampf gegen CO2-Ausstoß und Erderwärmung sei eine stabile und klimaschonende Energieversorgung, die nicht nur in den reichen Ländern, sondern überall bezahlbar sei, nur mit Erdgas sicherzustellen, erklärte Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW) bei einer Tagung der Internationalen Gas Union (IGU) am 25. Februar in Berlin.

Beim Verbrennen von Erdgas werde nur halb soviel CO2 emittiert wie beim Verfeuern von Stein- oder Braunkohle und etwa ein Drittel weniger als bei Erdöl. Der Verbandschef warb für sauberere Luft in Ballungszentren durch mehr Erdgasmobilität und für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz im Wärmemarkt durch den Austausch veralteter Heizungen gegen moderne Erdgasgeräte.

„Wir müssen die Scheu vor pragmatischen Lösungen zum Klimaschutz, insbesondere im Gebäudebereich, ablegen“, mahnte auch Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Erdgas. Für die Gaswirtschaft sei es erstaunlich, dass die naheliegenden Vorteile des klimaschonenden Energieträgers Erdgas nicht schon längst und entschiedener genutzt würden.

Linke sieht auch Gasnetz und Gasspeicher langfristig in einer zentralen Rolle bei der Dekarbonisierung der Energieerzeugung durch die Power-to-Gas-Technologie, mit der aus Strom speicherbarer Wasserstoff oder grünes Erdgas wird.

Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy, plädierte bei der IGU-Konferenz dafür, bald mit dem systematischen Bau von Power-to-Gas-Anlagen zu beginnen. Er schlug vor, ab 2020 mit jährlich 100 MW Elektrolyseleistung zu starten. Ab 2025 sollte das Ausbau-Tempo auf jährlich 500 MW und ab 2030 auf 1 000 MW gesteigert werden. So könnte bis 2040 der Mindestbedarf an Elektrolyseuren installiert sein. „Das Gros des Ausbaus würde erst dann stattfinden, wenn die Anlagen durch Kostendegressionen preiswerter geworden sind, als das heute der Fall ist“, so Keiffenheim weiter.

Die IGU-Konferenz in Berlin diente der Vorbereitung 27. Weltgaskonferenz, die 2018 in Washington stattfinden wird.
 

Peter Focht
Redakteur
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Freitag, 26.02.2016, 15:21 Uhr

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