• Osterholzer Stadtwerke übertreffen Prognosen
  • Siemens stößt Energiegeschäft ab
  • Kümmerlich
  • Smartlab in der Gewinnzone
  • Schon 116 Kommunen beteiligen sich am Netz der EnBW
  • Bundeskartellamt prüft öffentliche Ladeinfrastruktur
  • Reiche leitet den Wasserstoffrat
  • Kläranlage mit effizienter BHKW-Versorgung
  • Klimaschutzarbeit lässt in Kommunen nicht nach - trotz Corona
  • Nach positiver Bilanz an der Saar drohen "massive Einbußen"
Enerige & Management > Windkraft Onshore - PNE startet bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung
Bild: Björn Braun 200% / Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
PNE startet bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung
Die PNE AG beginnt damit, die „bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung“ (BNK) für einen Windpark mit unterschiedlichen Anlagentypen in Betrieb zu nehmen und zu testen.
 
Im Windpark Kührstedt-Alfstedt in Niedersachsen ist nun ein System zur bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung in Betrieb genommen worden, teilte der Projektierer PNE mit. In diesem Windpark befinden sich 13 Windenergieanlagen der Hersteller Siemens und Senvion. Seit dem Jahr 2017 betreibt PNE den Windpark.

Seit einigen Monaten gibt es die Debatte um die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung - kurz BNK - von Windkraftanlagen. Denn seit der Verabschiedung des Energiesammelgesetz im November 2018 steht fest, dass das Dauerblinken an Windrädern insbesondere während der Nachtstunden ein Ende haben soll. Die Anlagen müssen daher entsprechend nachgerüstet werden. Damit soll in Zukunft nur noch, wenn sich ein Flugobjekt im unmittelbaren Umfeld des Windparks befindet, die Befeuerung durch ein Signal für die Zeit des Überfluges eingeschaltet werden.

Verlust der Marktprämie droht

In Zusammmenarbeit mit dem Betriebsmanager Energy Consult und dem Unternehmen Quantec Sensors hat PNE nach eigenen Angaben ein Detektionssystem zur Erfassung von Luftfahrzeugen im Landkreis Cuxhaven entwickelt und in Betrieb genommen. Dieses System erhielt als eines der ersten in Deutschland die Zulassung der Deutschen Flugsicherung (DFS), teilte PNE weiter mit.

Das Detektionssystem befindet sich im Ortsteil Wollingst der Gemeinde Beverstedt. Im Oktober 2018 wurde der Gittermastturm einschließlich des Detektionssystems errichtet. Darauf folgten die Programmierung und Testphase. Anschließend wurde der Windpark Kührstedt-Alfstedt in das System eingebunden. Insbesondere der große Detektionsradius von 18 Kilometern sei ein entscheidender Vorteil des Systems.

Bis zum Juli 2020 muss ein Großteil der installierten Windenergieanlagen mit einem solchen System nachgerüstet werden. Wer bis dahin die Windturbinen nicht umgerüstet hat, verliert den Anspruch auf die Marktprämie.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2020 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 08.08.2019, 12:40 Uhr

Mehr zum Thema