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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Plug-in-Hybride klimafreundlicher als ihr Ruf
Bild: Picture Factory / Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
Plug-in-Hybride klimafreundlicher als ihr Ruf
Eine Studie hat das CO2-Reduktionspotenzial von Hybriden und reinen Elektrofahrzeugen systematisch untersucht.
 
Reine Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride tragen in gleichem Umfang zur Reduktion von CO2-Emissionen bei. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe.

Die Forscher haben die Fahrleistung von 49 000 Batterie betriebenen Fahrzeugen und 73 000 Plug-In-Hybrid-Autos in Deutschland und in den USA verglichen. Sie haben dafür Daten aus Flottentests von Autoherstellen herangezogen sowie von Webseiten, die Nutzern das Monitoring des eigenen Fahrzeugs ermöglichen. Laut KIT zeigen die Daten, dass Hybrid-Fahrzeuge mit einer tatsächlichen elektrischen Reichweite von 60 Kilometern pro Jahr in etwa die gleiche Strecke zurücklegen wie reine E-Autos, nämlich bis zu 15 000 Kilometer.

„Plug-in-Fahrzeuge sind eine gute Ergänzung zu Batteriefahrzeugen, um das Ziel der Treibhausgasreduktion zu erreichen. Sie wurden aufgrund fehlender empirischer Daten in der Vergangenheit oft zu kritisch gesehen“, erklärt Patrick Plötz vom Fraunhofer ISI. Wichtig sei allerdings, dass die Batterie auf eine reale elektrische Reichweite von mehr als 50 Kilometern ausgelegt sei und Strom aus erneuerbaren Energien geladen werde.
 
Anzahl verkaufter Plug-in-Hybrid-Autos in Deutschland 2017
Grafik: Statista

Allerdings weisen die Wissenschaftler in ihrer Studie auch darauf hin, dass sinkende CO2-Emissionen in der Batterieproduktion und die wachsende Verbreitung von Schnellladesäulen sich zunehmend als Vorteile für reine Elektrofahrzeuge erweisen werden.

„Bezieht man noch ein, dass bei der Produktion der deutlich kleineren Batterien von Plug-in-Hybridfahrzeugen weniger Kohlendioxid freigesetzt wird als bei der Produktion der größeren Batterien für Elektrofahrzeuge, haben sie sogar eine bessere Kohlendioxid-Bilanz“, unterstreicht Patrick Jochem, vom Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion des KIT. Aus seiner Sicht können Hybride das Vertrauen in die Elektromobilität stärken und zu ihrer Verbreitung einen wichtigen Beitrag leisten, da sie grundsätzlich die gleiche Reichweite wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hätten.

Die Ergebnisse der Studie wurden als Open-Access-Artikel „CO2 Mitigation Potential of Plug-in Hybrid Electric Vehicles larger than expected” in der Zeitschrift „Nature Scientific Reports“ veröffentlicht und stehen zum Download   zur Verfügung.
 

Fritz Wilhelm
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Donnerstag, 30.11.2017, 14:42 Uhr

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