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Enerige & Management > Wirtschaft - Pfalzwerke liefern Wasserstoff an Motoren-Prüfer
Quelle: Shutterstock / katjen
WIRTSCHAFT:
Pfalzwerke liefern Wasserstoff an Motoren-Prüfer
Der Energieversorger Pfalzwerke hat mit dem Motorenprüfstand-Betreiber KST hat einen Kooperationsvertrag über Wasserstofflieferungen geschlossen.
 
Grüner Wasserstoff für das Bad Dürkheimer Unternehmen KST-Motorenversuch: Wie die Pfalzwerke mitteilen, liefern sie dem Industriedienstleister den Energieträger der Zukunft. Ein entsprechender Vertrag sei kürzlich unterzeichnet worden. Die Pfalzwerke sehen darin einen „ersten und entscheidenden Schritt in die Herstellung und den Vertrieb von Wasserstoff in Rheinland-Pfalz“.

In der ersten Phase der Kooperation liefere man den Wasserstoff in Trailern an, heißt es. Später sollen Speichertanks aufgestellt werden, auch sie sollen jedoch nur eine Übergangslösung darstellen. Die Pfalzwerke planen nach eigenen Angaben einen „dezentralen Wasserstoffcluster“ für Bad Dürkheim. Dafür soll ein 4-MW-Elektrolyseur errichtet werden.

Und der Energieversorger denkt bereits weiter. Sollte der Bedarf an Wasserstoff in der Region steigen, soll der Elektrolyseur auf 10 MW aufgerüstet werden. Damit ließen sich 1 Mio. Kilogramm Wasserstoff pro Jahr erzeugen.
 
Setzen auf Wasserstoff: Pfalzwerke-Vorstandsmitglied Paul Anfang und KST-Geschäfstführer Gerhard Reiff bei der Unterzeichnung des Liefervertrages
Quelle: Pfalzwerke

„Für uns ist eine zuverlässige Versorgung mit hochreinem Wasserstoff von großer Bedeutung“, erklärte KST-Geschäftsführer Prof. Gerhard Reiff bei der Vertragsunterzeichnung. Das Unternehmen testet Motoren für die Autoindustrie und wirkt bei der Entwicklung alternativer Antriebe mit.

Die Pfalzwerke haben bereits weitere potenzielle Abnehmer im Auge. An Wasserstoff-Lieferungen interessiert sei etwa Pfalzgas – an dem Unternehmen sind Pfalzwerke und Erdgasnetzbetreiber Encevo beteiligt. Als künftiger Abnehmer schwebt den Pfalzwerken auch der ÖPNV des Kreises Bad Dürkheim vor. Das aktuelle Projekt sei nur „kleiner Teil eines möglichen Wasserstoffökosystems, das in den nächsten Jahren entstehen soll“. Weitere Wasserstoffversorgungszentren seien geplant.
 

Manfred Fischer
© 2022 Energie & Management GmbH
Freitag, 20.05.2022, 12:59 Uhr

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