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Enerige & Management > Windkraft - Offshore-Konverterstation BorWin2 nun im Regelbetrieb
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDKRAFT:
Offshore-Konverterstation BorWin2 nun im Regelbetrieb
Nach mehrwöchigen Testläufen hat der Übertragungsnetzbetreiber TenneT dieser Tage die Offshore-Netzanbindungsstation BorWin2 in den Regelbetrieb übernommen.
 
Lieferant Siemens feierte sich in einer eigenen Pressemittelung mit der Tatsache, dass BorWin2 „die weltweit erste Offshore-Netzanbindung in effizienter Gleichstromtechnik“ sei, vergaß aber die mehr als zweijährige Verzögerung des Projektes zu erwähnen. Nach eigenen Angaben hat Siemens die nächsten drei Steckdosen auf See, HelWin1, SylWin1 sowie HelWind2, „weitgehend fertiggestellt“, die „nach und nach im ersten Halbjahr 2015 in den kommerziellen Betrieb gehen“ sollen – aus das mit entsprechenden Verspätungen.

Dieser Verzug hat Siemens nicht nur Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe gekostet, auch der für den früheren Bereich Power Transmission zuständige Leiter Udo Niehage musste zwischenzeitlich seinen Posten räumen.

An BorWin2 mit der Kapazität von 800 MW wird im ersten Schritt der Hochseewindpark Global Tech 1 (Gesellschafter sind u.a. die drei Energieunternehmen Stadtwerke München, HSE AG und Axpo aus der Schweiz) mit seiner Leistung von 400 MW angeschlossen. Global Tech 1 wird aber, so die Beschlusslage, an die noch entstehende Konverterstation BorWin3 „umgehängt" werden. Nach den vorliegenden Plänen soll das im Jahr 2019 erfolgen.

BorWin2 ist auf alle Fälle für den Netzanschluss des Projektes Veja Mate vorgesehen. Wenn Global Tech 1 im Jahr 2019 „umgehängt“ sein sollte, gäbe es noch Kapazität für das Projekt Deutsche Bucht. Für die verbleibenden rund 200 MW will die Bundesnetzagentur nach Informationen von E&M Powernews etwa Mitte des Jahres ein zweites Ausschreibungsverfahren starten.
 

Ralf Köpke
© 2020 Energie & Management GmbH
Montag, 02.02.2015, 14:41 Uhr

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