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Enerige & Management > Hannover Messe - Öko-Partnerland Schweden
Bild: Deutsche Messe AG
HANNOVER MESSE:
Öko-Partnerland Schweden
Schweden ist das bisher kleinste Partnerland der Hannover Messe, doch dafür die Nummer eins in Europa, wenn es um erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit geht.
 
Das Ziel, den Anteil an Erneuerbaren in der Energieversorgung bis 2020 auf mindestens 50 % zu bringen, haben die Schweden bereits 2012 erreicht. Mit rund 55 % liegt das Land derzeit an der Spitze in Europa. Bis 2040 soll die gesamte Energieversorgung auf Erneuerbaren basieren.

„Mit unseren Stärken Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung wollen wir uns in Hannover präsentieren“, sagt Schwedens Botschafter in Berlin, Per Thöresson. Man baue inzwischen klimafreundliche Hochhäuser aus Holz mit 22 Etagen. Mit Vattenfall und Partnern wurde auch die erste fossilfreie Stahlproduktion aufgebaut. „Unser ökologischer Fußabdruck im Norden ist mehr als ein 10 000-Faches geringer“, so Thöresson. So brauche ein Server in Deutschland so viel Energie wie 10 000 Server in Nordschweden.

In der nordschwedischen Stadt Lulea mit Temperaturen bis zu −35 °C wird keine elektrische Energie zum Kühlen von Servern verschwendet. Der Strompreis betrage dort ein Fünftel im Vergleich zum Rest Europas.

Der Ort hat sich zu einem Magneten für Rechenzentren aus aller Welt entwickelt. Denn an der nördlichen Küste der Ostsee ist neben natürlich kalter Luft auch umweltfreundlicher Strom aus Wasserkraft im Überfluss vorhanden. Der 460 Kilometer lange Lulea-Fluss ist einer der Hauptströme in Schweden und sorgt für 10 % des insgesamt in Schweden produzierten Stroms. In dem Land stammen 45 % der elektrischen Energie aus Wasserkraft, 10 % aus Windenergie, der Rest kommt aus Atomkraftwerken.

Die Errichtung eines Facebook-Rechenzentrums hatte eine erhebliche Signalwirkung für die Region in Nordschweden, die unter der Marke „The North Pole“ eine aktive Ansiedelungs- und Förderpolitik betreibt. Geringe Strompreise und niedrige Außentemperaturen, die aktive Kühlung unnötig machen – eine ideale Kombination. Während die Produktion einer kWh Strom aufgrund des hohen fossilen Brennstoffanteils in Deutschland mit 450 g CO2 zu Buche schlägt, sind es in ganz Schweden 20 g CO2. Bei Strom aus Wasserkraft fallen nur 0,4 g CO2 pro kWh an.

Leuchtturmprojekte aus Schweden für die Smart City sind Thema im Forum Integrated Energy am 3. April. Beiträge kommen dabei vom Swedish Smart Grid Forum, von Smart City Sweden, Vattenfall, Electri-City und Chargestorm. In Hannover präsentieren sich mehr als 100 schwedische Aussteller. Der Sweden Co-Lab-Pavillon ist die zentrale Anlaufstelle und Treffpunkt für Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden.

Halle 27, Stand H30

 

Sybille Nobel-Sagolla
© 2019 Energie & Management GmbH
Dienstag, 12.03.2019, 09:23 Uhr

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