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Bild: Fotolia.com, caruso13
STUDIE:
OECD bemängelt Subventionen
Die staatlichen Subventionen für fossile Energieträger sind zwar rückläufig, insgesamt wird jährlich aber immer noch mehr Geld in die Kohle-, Gas und Ölförderung investiert, als für die Bekämpfung des Klimawandels nötig wäre.
 
Einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge wurden zwischen 2010 und 2014 jährlich zwischen 142 und 178 Mrd. Euro Subventionen für Kohle, Erdöl und Erdgas in den 34 OECD-Staaten und sechs Schwellenländer gezahlt. Damit sind die Subventionen nach Angaben der OECD rückläufig. Ohne konkrete Vergleichszahlen zu nennen, verwies die OECD auf Mexiko. Dort wurde der Verbrauch fossiler Brennstoffe 2012 noch mit umgerechnet 16,4 Mrd. Euro subventioniert, zwei Jahre später waren es nur noch 2,2 Mrd. Euro. Auch in Deutschland ist die Steinkohleförderung rückläufig. 1998 hatte Deutschland noch 4,8 Mrd. Euro Subventionen für die Bergwerke in Nordrhein-Westfalen gezahlt, 2014 waren es noch 1,5 Mrd. Euro. Deutschland will bis 2018 vollständig aus der Kohlesubventionierung aussteigen.

Insgesamt seien die weltweit gezahlten Subventionen für fossile Energien höher als die Summe, die in den Kampf gegen den Klimawandel investiert werden müsste. „Wenn wir die Subventionen stoppen, werden wir die Ressourcen haben, die wir brauchen“, unterstrich OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria bei der Vorstellung der Studie in Paris. Die internationale Staatengemeinschaft hat sich darauf verständigt, ab 2020 jährlich 100 Mrd. US-Dollar (umgerechnet rund 89 Mrd. Euro) für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und den Ausbau erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern bereitzustellen. Gurria unterstrich, dass die Subventionierung fossiler Energieträger „überholte Politik“ sei, und rief dazu auf, den Kurs der bestehenden Subventionierungen zu reformieren.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Dienstag, 22.09.2015, 13:12 Uhr

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