• Wachstum der Schleupen AG legt 2020 eine Pause ein
  • Weitere Debatten um grüne Gase
  • Bund bittet Länder um Unterstützung bei der Energiewende
  • Digitalisierung für zeitgemäße Immobilienverwaltung
  • Rolls-Royce und MAN Energy Solutions kooperieren
  • Für neue Klimaziele viel mehr E-Autos notwendig
  • Wachstum der weltweiten Windindustrie
  • Notierungen im Steigen
  • Energiemärkte zeigen sich weiter fest
  • Stufenweiser Smart Meter Rollout geht weiter
Enerige & Management > Gas - Notierungen zeigen sich fester
Bild: Fotolia, WoGi
GAS:
Notierungen zeigen sich fester
Fester haben sich am Mittwoch auch die nordwesteuropäischen Gasmärkte gezeigt. 
 
Am niederländischen TTF, dem kontinentaleuropäischen Leitmarkt, gewann der Day-ahead bis 15.00 Uhr 0,02 auf 24,00 Euro je Megawattstunde. Der Frontmonat Juni kletterte um 0,55 auf 23,63 Euro. Das Cal 22 erhöhte sich um 0,25 auf 20,30 Euro. Am deutschen NCG verbesserte sich der Juni um 0,36 auf 23,73 Euro.

Händler nannten Einschränkungen norwegischer Lieferungen zum Kontinent und die Unterversorgung des britischen Markts am Mittwochmorgen als Gründe für die steigenden Notierungen. Die Gaszuflüsse aus Norwegen sind am Mittwoch auf 274 Mio. Kubikmeter pro Tag zurückgegangen gegenüber 292 Mio. Kubikmeter am Dienstag.

Wegen der in Großbritannien zu erzielenden höheren Preise werden die Einschränkungen an den kontinentalen Märkten realisiert. Dort ist der Gaszufluss auf 170 Mio. Kubikmeter gegenüber 192 Mio. Kubikmeter am Vortag zurückgegangen. Maßgeblich hierfür sind geplante Minderlieferungen vom Feld Asgard, die bis zum 24. Juni andauern sollen. Die Verarbeitungsanlage Karsto, die auch die Lieferungen aus Asgard aufnimmt, soll ihre Kapazität vom 15. Mai bis zum 6. Juni um insgesamt 75 Mio. Kubikmeter täglich herunterfahren.

Bullish für den Gasmarkt ist zudem der immer weiter steigende Preis für Rohöl. Der Brentölpreis stieg am Mittwochmorgen auf rund 70 US-Dollar je Barrel, den höchsten Stand seit Mitte März. Für den aktuellen Juli-Kontrakt ist es sogar der höchste Wert seit November 2018. Bearish für den Gasmarkt ist allerdings der Umstand, dass mit Ausnahme des Frontjahres mittlerweile die Kohle laut MBI Research die besseren, gleichfalls negativen Clean Spreads aufweist. Die Kohle hat damit in der Rolle als Primärenergie-Lieferant für die Verstromung die Nase vorn. Angesichts des dynamischen EUA-Preises ist es allerdings fraglich, ob dies lange so bleibt.
 

Claus-Detlef Großmann
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 05.05.2021, 17:27 Uhr

Mehr zum Thema