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Enerige & Management > Stromspeicher - Nordrhein-Westfalen mit Ambitionen bei der E-Mobilität
Bild: Fotolia.com, Dark Vectorangel
STROMSPEICHER:
Nordrhein-Westfalen mit Ambitionen bei der E-Mobilität
Im Rahmen des 9. Batterietages NRW in Münster betonte Wirtschaftsminister Pinkwart, er werde für den Ausbau der Ladeinfrastruktur sorgen.
 
Die derzeit rund 2 000 öffentlichen Ladesäulen im bevölkerungsreichsten Bundesland mit 18 Mio. Menschen - bundesweit gibt es etwa 11 000 öffentliche Ladesäulen - reichen nach Überzeugung von Andreas Pinkwart (FDP) bei weitem nicht aus, damit die Elektromobilität ihre Rolle als Treiber der Mobilitätswende erfüllen könne.

Deshalb unterstütze die Landesregierung Privatpersonen, die Wallboxen anschaffen, mit bis zu 1 000 Euro und Gewerbebetriebe, die Ladepunkte einrichten, mit bis zu 5 000 Euro. Er sehe es als seine persönliche Aufgabe an, für die nötigen Elektroladestationen zu sorgen, so der Minister. Von den rund 60 000 in Deutschland Anfang 2018 zugelassenen Elektroautos entfallen laut Kraftfahrtbundesamt etwa 9 500 auf Nordrhein-Westfalen.
 
Öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge nach Bundesländern 2017
Grafik: Statista

In seinem Grußwort zur Veranstaltung betonte er, der Automobilbau werde in Nordrhein-Westfalen neu erfunden, nicht in Baden-Württemberg. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Entwicklung des Street Scooters, der aus einem Forschungsprojekt an der RWTH Aachen entstanden ist. Innerhalb weniger Jahre sei ein Hersteller von Elektromobilen mit hochwertigen Arbeitsplätzen entstanden. Darüber hinaus verwies Pinkwart auf weitere Fahrzeugentwicklungen in NRW wie einen Kleinwagen und einen Elektrobus der „e.GO Mobile AG“. Solches unternehmerische Engagement sei das, was nun in Nordrhein-Westfalen gebraucht werde.

Bei der Batterieentwicklung hat das Bundesland ebenfalls Ambitionen. Eine Mitteilung der Energieagentur des Landes ist gar überschrieben mit „NRW will Nr. 1 bei Entwicklung der Batterietechnik werden“. Diesen Anspruch unterstrich Prof. Andreas Löschel von der Universität Münster: „Nordrhein-Westfalen ist durch seine Stärke in den beteiligten Branchen, der Automobil- und Zulieferindustrie, der Chemie- und Kunststoffindustrie und dem Maschinenbau sowie durch seine Forschungsschwerpunkte bei den Batterietechnologien in Münster und Aachen für diesen zukünftigen Markt gut aufgestellt.“ Die Batterieforschung könne durch neue Materialien und neue Technologien entscheidende Antworten für die Umsetzung der Energiewende, insbesondere für die Zukunft der Mobilität, liefern, so der Professor. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehe derzeit die Weiterentwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für den Einsatz in Elektrofahrzeugen, vor allem im Hinblick auf die weitere Optimierung von Leistung, Lebensdauer, Sicherheit und Kosten.
 

Fritz Wilhelm
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Montag, 09.04.2018, 13:17 Uhr

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