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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Nordex mit fast stabilem Auftragseingang
Bild: psdesign1 / Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
Nordex mit fast stabilem Auftragseingang
Dank der neuen, leistungsstärkeren "Delta4000"-Modellreihe lag der norddeutsche Windturbinenhersteller bei den Bestellungen 2020 auf Vorjahresniveau.
 
Aufatmen bei Nordex: Trotz der Corona-Pandemie konnte der norddeutsche Windturbinenhersteller im vergangenen Jahr beim Auftragseingang in etwa das Niveau von 2019 halten.

Nach einer Unternehmensmitteilung erhielt Nordex in den zurückliegenden zwölf Monaten insgesamt Bestellungen für 1.331 Windturbinen mit 6.020  MW Leistung nach gut 6.207 MW im Jahr 2019 – was einem Minus von rund 3 % entspricht. "Bedeutende Großprojekte sowie eine Vielzahl an Aufträgen vor allem aus unseren europäischen Kernmärkten sorgten am Jahresende dafür, dass wir 2020 an das hohe Auftragsniveau aus 2019 anknüpfen konnten", kommentierte Nordex-Vorstandschef Jose Luis Blanco diese Zahlen in einer Unternehmensmitteilung

Ausschlaggebend für die insgesamt guten Zahlen war vor allem ein starker Schlussspurt im vierten Quartal. In den vergangenen drei Monaten des zurückliegenden Jahres konnte Nordex Aufträge über 491 Windenergieanlagen mit zusammen 2.260 MW Leistung verbuchen. Bei genauer Analyse der Zahlen zeigt sich, dass in der Tat Europa weiterhin der Kernmarkt von Nordex bleibt. Im vierten Quartal kamen allein 49 % der Aufträge aus dieser Region, 28 % aus den USA und 23 % aus Südamerika. Im Gesamtjahr entfielen sogar 59 % der Bestellungen auf Europa. Die wichtigsten Märkte dabei waren Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland und Norwegen.

Als großer Renner im Nordex-Portfolio haben sich im vergangenen Jahr die Anlagen der neuen "Delta4000"-Generation erwiesen, deren Anteil an den Bestellungen von 44 auf 81 % gestiegen ist. Allein 877 MW der Neuaufträge entfielen auf die erst 2019 eingeführte Anlagenvariante "N163/5.X" – das derzeitige Flaggschiff der Nordex-Gruppe. Der Vorteil für Nordex: Diese weitaus leistungsstärkeren Anlagen sind margenstärker als die Vorgänger-Modelle wie "N117" oder "N131". Das dürfte Nordex helfen, wieder in die Gewinnzone zu gelangen.
 

Ralf Köpke
© 2021 Energie & Management GmbH
Freitag, 15.01.2021, 13:54 Uhr

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