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Die Bürgerwindpark-Planungsgesellschaft Agrowea lässt ihren Post-EEG-Windstrom künftig von Next Kraftwerke vermarkten. Der langfristige Vertrag umfasst 14 Windparks.
Der Direktvermarkter Next Kraftwerke hat mit der Bürgerwindpark-Planungsgesellschaft Agrowea ein Power Purchase Agreement (PPA) für 14 Windparks in Norddeutschland mit 175 MW Gesamtleistung geschlossen. Das teilte das Unternehmen am 19. Januar mit. Ziel ist der wirtschaftliche Weiterbetrieb der Windkraftanlagen, deren EEG-Förderzeit abgelaufen ist.
Laut den Vertragspartnern garantiert der Direktvermarkter seit 1. Januar für eine Leistung von 145 MW Agrowea einen Fixpreis für den Strom. Von den 145 MW Grünstrom fließen 35 MW über einen Corporate-PPA an den 10-MW-Elektrolyseur „REFHYNE im Chemical Park Rheinland“ in Köln-Wesseling, betrieben von der Shell Energy Deutschland GmbH.
Zusätzlich managt Next Kraftwerke 30 MW der Gesamtleistung, die weiterhin unter dem EEG-Förderregime laufen. Neben dem Handel an Day-Ahead- und Intradaymarkt übernimmt Next Kraftwerke die Rolle des Bilanzkreisverantwortlichen. „Mit diesem Projekt geben wir den Betreibenden das Anschlussticket für die nächste Etappe nach der EEG-Förderung und den erfolgreichen Weiterbetrieb“, erklärt Marc Rühs, CEO von Next Kraftwerke. „Gemeinsam mit Shell Energy als Lieferant und wertvolles Bindeglied in die Industrie minimieren wir Risiken im Strombezug, flexibilisieren Windparks und stabilisieren das Netz“.
Next Kraftwerke und Agrowea sehen diesen ersten Vertrag als Start für eine weitere Zusammenarbeit sowohl bei Post-EEG-Anlagen als auch bei den neuen Agrowea-Windparks. „Die Zusammenarbeit mit Next Kraftwerke macht deutlich, wie neue Vermarktungsmodelle zum Weiterbetrieb von Windparks beitragen können. Das PPA-Modell ist ein guter Ansatz für die zukünftige Ausrichtung unserer Anlagen und kann Grundlage für weitere Kooperationen sein“, lässt sich Wilhelm Pieper, Geschäftsführer der Agrowea, in der Mitteilung zitieren.
Montag, 19.01.2026, 13:55 Uhr
Heidi Roider
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