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Enerige & Management > Stadtwerke -  Neustadt am Rübenberge stellt auf Ökostrom um
Bild: Fotolia.com, nmann77
STADTWERKE:
Neustadt am Rübenberge stellt auf Ökostrom um
Die Stadtwerke Neustadt am Rübenberge (Niedersachsen) kaufen zukünftig nur noch Strom aus erneuerbaren Energien ein, dies bedeute aber keine Preiserhöhung für die Kundinnen und Kunden.
 
Ab dem ersten Juni wird die große Mehrheit aller Neustädter ausschließlich mit Ökostrom versorgt, kündigten die Stadtwerke an. Neustadt ist eine Mittelstadt und selbstständige Gemeinde in der niedersächsischen Region Hannover, zwischen Bremen und Hannover gelegen. „Als lokal verwurzeltes Unternehmen möchten wir unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten“, begründete Geschäftsführer Dieter Lindauer.

Die Stadtwerke Neustadt engagierten sich bereits in vielen Bereichen, um in Zukunft Emissionen zu minimieren, beispielsweise mit nachhaltiger und klimaneutraler Wärmeversorgung im Hüttengelände und Photovoltaikanlagen. Auch der schnelle Glasfaserausbau stehe auf dem Programm, der Homeoffice ermöglicht und durch vermiedenen Pendlerverkehr Treibhausgase einspart. „Die durch die Umstellung erhöhten Beschaffungskosten übernehmen wir“, versichert Lindauer zugleich.

Ökostrom Teil der Klimawende vor Ort

Die Umstellung auf Ökostrom komme nicht von ungefähr. Der Mutterkonzern der Stadtwerke, die Ideenstadtwerke, hätten sich selbst zum Ziel gesetzt, die Klimawende vor Ort zu gestalten. Seitdem sorge der Konzern mit zahlreichen Aktionen für ein nachhaltigeres Leben in Neustadt, zum Beispiel mit vielen neuen Ladesäulen für Elektroautos oder mit einer E-Bike-Ladestation in der Innenstadt. „Wir investieren auch in kleinere Projekte wie Insektenhotels oder Mitgliedschaften in Vereinen, die sich den Schutz der Bienen auf die Fahnen geschrieben haben“, erläuterte Lindauer.

„Als Aufsichtsratsvorsitzender unterstütze ich das Engagement der Stadtwerke in Sachen Klimaschutz vollkommen“, sagte Willi Ostermann. Nachhaltigen Technologien erhielten die wunderschöne Natur in Neustadt und zeigten, was ganz praktisch vor Ort getan werden kann. „Das Engagement in Sachen Klimaschutz sichert auch Arbeitsplätze: E-Ladesäule, Photovoltaik, kalte Nahwärme – diese Technologien werden in Neustadt gebaut und installiert. Davon profitieren lokale Handwerksbetriebe vor Ort“, freute sich Ostermann.
 
Aufsichtsratsvorsitzender Willi Ostermann, Geschäftsführer Dieter Lindauer und die Leiterin des Vertriebs Melanie Olm-Büscher (v.l.) präsentieren das Kampagnenmotiv „Gleiche Knete. Voll Grün“ zur ÖkostromumstellungBild: Stadtwerke Neustadt

Zusätzlich Regiostrom aus Niedersachsen möglich

Neustädter, die sich ganz besonders in Sachen Klimaschutz vor Ort engagieren möchten, könnten bei den Stadtwerken zukünftig sogar mehr Strom aus Niedersachsen beziehen. „Der Stromtarif ist zwar etwas teurer als die anderen, aber als Stromkunde fördere ich damit Projekte zur Erzeugung von erneuerbaren Energien in Niedersachsen“, erläuterte Melanie Olm-Büscher, Leiterin Vertrieb und Kundenservice bei den Stadtwerken.

Das sorge für die Sicherung von Arbeitsplätzen. „Engagement für die Klimawende vor Ort war noch nie so einfach“, sagte sie. Die Kunden der Stadtwerke müssten nichts weiter tun. Preise, Vertragsbedingungen und Laufzeiten bleiben erhalten.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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