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Enerige & Management > Stromnetz - Neue Südlink-Planungszentrale in Würzburg bezogen
Bild: Verbund
STROMNETZ:
Neue Südlink-Planungszentrale in Würzburg bezogen
Die neue Planungszentrale für die Gleichstromtrasse Südlink in Würzburg ist jetzt bezogen. Von hier aus sollen zunächst 130 Mitarbeiter Vorbereitung, Genehmigung und Bau koordinieren.
 

Dabei werden nicht nur Angestellte der Übertragungsnetzbetreiber Transnet und Tennet nach Unterfranken ziehen. Auch die Jacobs Engineering Group, die von den beiden Unternehmen als zentraler Dienstleister engagiert wurde, ist hier vertreten.

Sie soll das Projekt – E&M berichtete – koordinieren und steuern. Wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der Netzbetreiber heißt, ist Südlink Deutschlands erstes Großprojekt, das mit einem zentralen Dienstleister verwirklicht wird. In Würzburg arbeiten neben Ingenieuren auch Landschaftsplaner, Biologen, Geologen und Projektmanager mit Verwaltungsfachkräften, Juristen sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern am größten Energiewendeprojekt Deutschlands.

Würzburg wurde als Standort wegen seiner Nähe zur Südlink-Trasse ausgewählt: Einer der Netzanknüpfungspunkte in Bergrheinfeld ist nur 27 Kilometer entfernt. Zudem sind die Unternehmensstandorte von Tennet und Transnet BW in Bayreuth und Stuttgart optimal angebunden.

Im weiteren Projektverlauf soll die Zahl der Mitarbeiter in der Universitätsstadt auf 250 anwachsen. Entlang der Trasse sind weitere Projektbüros vorgesehen. Durch die regionale Präsenz, so hoffen die Netzbetreiber, könnten leichter einvernehmliche Lösungen mit den betroffenen Bürgern entwickelt und das regionale Wissen bei den Planungen besser berücksichtigt werden.

Südlink ist mit einer Länge von 700 Kilometern und einer Investitionssumme von rund 10 Mrd. Euro das weltweit größte Erdkabel-Projekt. Es soll 2 mal 2 000 MW Windkraftstrom von Schleswig-Holstein nach Bayern und Baden-Württemberg bringen, wo er vor allem nach der Abschaltung der letzten Kernkraftwerke im Jahr 2022 dringend benötigt wird. Die Verantwortlichen rechnen aber nicht mehr damit, dass die Trasse vor 2026 in Betrieb gehen kann.

 

Günter Drewnitzky
© 2019 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 02.10.2019, 10:06 Uhr

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