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Enerige & Management > Photovoltaik - Neue Richtlinien für naturschutzkonforme Solarparks
Bild: Jonas Rosenberger
PHOTOVOLTAIK:
Neue Richtlinien für naturschutzkonforme Solarparks
Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) haben sich auf Kriterien für naturverträgliche Photovoltaik-Freiflächenanlagen verständigt.
 
Um den Schutz des Bodens, der Flora und Fauna weiterhin mit der Energie- und Nahrungsmittelproduktion in Einklang zu bringen, haben Nabu und BSW neue Kriterien für naturverträgliche Solarparks erarbeitet.

Wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heißt, könne zwischen den Modulreihen neuer Lebensraum für gefährdete Pflanzen und Tiere geschaffen werden. Durch die Anlagenwartung ließen sich die zunehmende Verbuschung stoppen und Lebensräume für bodenbrütende Vögel sowie Offenlandhabitate für Flora und Fauna erhalten. Gezielte Anpflanzungen könnten diese extensiven Flächen ökologisch aufwerten und Synergieeffekte zwischen PV-Freiflächenanlagen und Naturschutz erzielen.

„Mit den gemeinsam entwickelten Mindeststandards für Solarparks zeigen wir, dass Natur- und Artenschutz unmittelbar voneinander profitieren können“, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Dies bringe nicht nur Punkte für den Artenschutz, sondern auch für die Akzeptanz von Solarparks in der Bevölkerung.

Den Kriterien von Nabu und BSW entsprechend sollte der Gesamtversiegelungsgrad einer PV-Freiflächenanlage inklusive aller Gebäudeteile 5 % der Fläche nicht überschreiten und die Installation der Modulreihen so gewählt werden, dass eine ausreichende Versickerung der Niederschläge sichergestellt ist. Vor allem bei weiträumigen Anlagen müsse zudem darauf geachtet werden, dass große Säuger wie Rotwild ausreichende Querungsmöglichkeiten bekommen und die Korridore nicht direkt an einer Straße oder einem Schienenweg enden.

Auch BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig freute sich über das gemeinsame Papier: „Ein beschleunigter Solartechnik-Ausbau ist unvermeidbar. Vermeidbar ist bei guter Standortwahl und Planung jedoch, dass der Ausbau zu Lasten wichtiger anderer gesellschaftIicher Anliegen geht. Wir wollen Win-Win-Lösungen für Natur- und Klimaschutz.“ Eine Einhaltung der Qualitätskriterien werde Konflikte vermeiden und anstehende Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Mittwoch, 05.05.2021, 10:38 Uhr

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