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Enerige & Management > Strom - Neue Obergrenze bei Regelenergiepreisen
Bild: Lehrer / Shutterstock
STROM:
Neue Obergrenze bei Regelenergiepreisen
Um teure Arbeitspreise bei der Regelenergiebeschaffung zu verhindern, hat die Bundesnetzagentur eine neue Vorgabe an die Übertragungsnetzbetreiber ausgesprochen.
 
Die Bundesnetzagentur untersucht weiterhin die Daten zum Regelenergiemarkt vom 17. Oktober, als eine Vielzahl der mit einem Gesamtvolumen von über 500 MW bezuschlagten Minutenreservegebote eines Anbieters in Höhe von rund 250 MW zu einem Arbeitspreis von je 77 777 Euro/MWh aktiviert wurde. Anfang Dezember hatte die Bonner Behörde angekündigt, diese Auffälligkeit näher zu untersuchen.

Nach einer aktuellen Mitteilung der Beschlusskammer 6 könne es auch weiterhin zu Preisspitzen kommen, so dass nun alle Möglichkeiten genutzt werden müssten, um dies zu verhindern. Knappheitssituationen, die sehr teure Gebote begründen könnten, seien für die Bonner Behörde nicht ersichtlich.

Einen "erheblichen Beitrag hierzu leistet die Harmonisierung der technisch zulässigen Arbeitspreise für die Sekundärregelleistung und die Minutenreserve mit den Strommärkten", heißt es in einer Mitteilung auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.

Im Intraday-Handel mit Lieferung in der deutschen Regelzone (kontinuierlicher Handel) sind Gebote bis 9 999 Euro/MWh erlaubt. Auch in einer Entscheidung der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (Acer) vom 14. November 2017 wurde ein Preis von 9 999 Euro/MWh für die einheitliche Intraday-Marktkopplung bestätigt und festgestellt, dass ein solcher Höchstpreis sinnvoll und angemessen sei.

Insofern hält auch die Bundesnetzagentur zunächst eine Harmonisierung der technisch zulässigen Regelarbeitspreise mit den Preisen am Intraday-Markt für „sachgerecht und geboten“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Übertragunsgnetzbetreiber wurden von der Bundesnetzagentur aufgefordert, diese Vorgabe nun "zeitnah" umzusetzen.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Mittwoch, 03.01.2018, 16:03 Uhr

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